Knochenmarkspende rettet Leben: Ohne Jennifer wäre Maximilian vermutlich tot

05. Mai 2015 - 9:34 Uhr

Knochenmarkspende rettete Maximilians Leben

Der siebenjährige Maximilian würde heute vermutlich nicht mehr leben - ohne die Knochenmarkspende von Jennifer aus Langenfeld in Nordrhein- Westfalen. Vor über zweieinhalb Jahren haben die Ärzte bei ihm Leukämie festgestellt. Jetzt hat er seine Lebensretterin zum ersten Mal persönlich getroffen.

Knochenmarkspende rettet Leben: Ohne Jennifer wäre Maximilian vermutlich tot
Der kleine Maximilian (7) trifft zum ersten Mal seine Lebensretterin Jennifer (36). Dank ihrer Knochenmarkspende hat er die Leukämie besiegt.

Maximilian ging es damals sehr schlecht. Zunächst schien es so, als würde er die Leukämie nicht überleben: "Die Ärzte sagte, sie hätten jetzt alle Chemotherapien durchprobiert und wüssten auch nicht mehr, was sie noch tun sollen. Und das war eine Sache, die ich nicht akzeptieren wollte und nicht akzeptieren konnte", erinnert sich Maximilians Vater Lars an die schwere Zeit. Eine Knochenmarkspende war die einzige Chance für Maximilian, die Krankheit zu überleben.

Erst nach einer speziellen Antikörpertherapie war Maximilian stabil genug für eine Knochenmarkspende - und hat sie gut überstanden. Zwei Jahre lang mussten sich der heute Siebenjährige und seine Familie gedulden, bis sie endlich den Namen des Spenders erfahren durften. So lauten die Richtlinien der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Doch nun weiß Maximilian, wer ihm das Leben gerettet hat: Jennifer Münch. Die 36-jährige Arzthelferin ist selbst Mutter eines siebenjährigen Sohnes. Und der ist mächtig stolz auf seine Mama: "Ich finde es einfach gut, dass meine Mama einem Kind das Leben gerettet hat", erzählt Louis.

In Hamburg lernen sich die beiden Familien endlich kennen. Für alle Beteiligten ein großer und sehr bewegender Moment: "Diese Frau hat uns etwas geschenkt, was kein anderer Mensch auf der Welt uns hätte schenken können", sagt Maximilians Mutter Anne.