Norwegen siegt im Schlusssprint

Knapp geschlagen: Deutsche Biathlon-Männer mit Staffel Zweiter

Arnd Peiffer
© Imago Sportfotodienst

15. Dezember 2019 - 16:12 Uhr

Norwegen schnappt Deutschland Sieg weg

Die deutsche Biathlon-Staffel der Männer hat in Hochfilzen (Österreich) den ersten Weltcupsieg knapp verpasst. Philipp Horn, Johannes Kühn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll belegten mit zwei Sekunden Rückstand am Ende den 2. Platz hinter Weltmeister Norwegen. Das deutsche Quartett lag bis kurz vor dem Ziel in Führung, ehe der Norweger Johannes Thingnes Boe den ersten Staffelsieg seit 2017 noch wegschnappte. Platz 3 ging an Frankreich.

Starke Leistung der deutschen Männer

Startläufer Philipp Horn, der den kurzfristig erkrankten Erik Lesser ersetzte, brachte die deutsche Staffel früh in Front und übergab nach insgesamt vier Nachladern und einer starken Leistung in der Loipe an Postion 2 an Johannes Kühn. Kühn brachte das deutsche Team mit einem perfekten Rennen in Führung: Der 28-Jährige traf alle zehn Scheiben ohne Nachlader.

Auch Olympiasieger Arnd Peiffer lieferte ein perfektes Rennen ab und baute den Vorsprung für die deutsche Mannschaft sogar noch aus aus: Mit 43 Sekunden Vorsprung vor Norwegen ging Schlussläufer Benedikt Doll auf die Strecke. Im letzten Schießen ging es dann um alles - weil Doll aber zwei Nachlader benötigte, konnte Johannes Thingnes Boe - Weltcup-Gesamtsieger der vergangenen Saison - für Norwegen noch einmal aufschließen.

„Sind trotzdem superglücklich“

"Mir fehlte auf der Zielgeraden der Punch. Johannes konnte sich heransaugen und war einfach zu stark", sagte Schlussläufer Doll. "Wir sind trotzdem superglücklich über das tolle Ergebnis."

Der starke 2. Platz der Männer-Staffel machte die historischen Pleiten der deutschen Biathletinnen der vergangenen Tage zumindest etwas vergessen. Bei der Damen-Staffel belegte das deutsche Team weit abgeschlagen den 12. Platz - es war das schlechteste Ergebnis einer deutschen Biathlon-Staffel bei den Frauen überhaupt. Auch im Sprint liefen die Biathlon-Frauen um Denise Herrmann nur hinterher.