Secret Service muss Toilette im Nachbarhaus anmieten

Trump Tochter Ivanka lässt Bodyguards nicht in ihrem Haus aufs Klo

Ivanka Trump und ihr Mann Jared Kushner sorgen mit den Toiletten-Problemen ihrer Personenschützer für Ärger.
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15. Januar 2021 - 15:33 Uhr

Pipi-Skandal bei den Trumps

Ivanka Trump, die Tochter des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, und ihr Ehemann Jared Kushner sorgen mit einem Toilettenproblem ihrer Bodyguards für Aufsehen. Weil die Familie die Wachleute des Secret Service nicht im Haus eins ihrer sechseinhalb Badezimmer benutzen lassen will, müssen die sich woanders ein stilles Örtchen suchen, wenn die Natur ruft.

Personenschützer wissen nicht, wo sie mal austreten können

"Diese Agenten mussten sich über Todesdrohungen, Sicherheitsabstände und verdächtige Unbekannte Gedanken machen", schrieb die "Washington Post". Mit dem Einzug von Ivanka Trump und Jared Kushner sei noch eine weitere Sorge hinzugekommen: Wo sie die nächste Pinkelpause einlegen können. Seit September 2017 mieten die Wachleute nun einen 76 Quadratmeter großen Keller einer Nachbarin an, den sie durch einen separaten Eingang betreten können. Kosten für den amerikanischen Steuerzahler: Umgerechnet 2.475 Euro im Monat.

In der Regel gibt es auf dem Grundstück der Menschen, die sich bewachen lassen, ein zusätzliches Gartenhaus, eine Garage oder ähnliches, das die Bodyguards zum Hauptquartier umfunktionieren können. Auf dem Grundstück der Familie Trump-Kushner gab es das nicht.

Ivanka Trump und Jared Kushner in Washington
Ivanka Trump und Jared Kushner wollen dem Sicherheitsdienst keins ihrer sechseinhalb Badezimmer zur Verfügung stellen.
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Dixi-Klo sorgte für Ärger mit den Nachbarn im Nobelviertel

Die Kushners hätten riesengroßen Respekt für die Wachleute und den Secret Service, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses der "Washington Post". "Ihr Haus steht ihnen immer offen und sie sind extrem dankbar, für das, was in den letzten vier Jahren für sie geleistet wurde." In der Praxis hieß das aber, dass die Familie die Menschen, die für ihre persönliche Sicherheit sorgten, nicht einmal zum Toilettengang ins Haus holen wollte.

Nach ihrem Einzug wurde zuerst ein mobiles Klo vor der Villa aufgestellt. Weil das den Gehweg im schicken Washingtoner Wohnviertel Kalorama blockierte, gab es allerdings bald Ärger mit den Nachbarn. Das Klohäuschen wurde wieder abgebaut und die Secret-Service-Agenten mussten sich etwas einfallen lassen, wenn sie mal mussten.

Donald Trump mit seiner Tochter Ivanka
Der Steuerzahler kostet die Toilette für Ivanka Trumps Personenschützer 2.475 Euro im Monat.
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Pinkeln bei Ex-Präsident Obama und Vize-Präsident Pence

Zuerst durften sie sich noch auf einem Grundstück des ehemaligen Präsidenten Barack Obama erleichtern, berichtet die Zeitung. Dort gebe es eine ungenutzte Garage mit Badezimmer, in der sich die Wachleute der Obamas eingerichtet haben. Als 2017 aber einer der Gäste das Badezimmer unangenehm schmutzig hinterlassen habe, war Obamas Sicherheitsdienst nicht mehr bereit, die Wachleute von Trumps Tochter auf ihre Toilette gehen zu lassen.

Das nächste Klo, wo sie noch willkommen waren, war über 1,6 Kilometer entfernt: Auf dem Grundstück des Vize-Präsidenten Mike Pence. Wer nicht so viel Zeit hatte oder nicht mehr einhalten konnte, musste bei den Nachbarn klingeln oder in einem Restaurant in der Nähe fragen, ob er die Toilette benutzen dürfe.

Secret Service muss Toilette bei den Nachbarn anmieten

Schließlich erbarmte sich laut der "Washington Post" eine Nachbarin. Sie vermietete dem Secret Service den ungenutzten Keller ihres Hauses, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite von Ivanka Trumps und Jared Kushners Villa liegt. Dort hätten die Agenten nun nicht nur die Möglichkeit, sich zu erleichtern. Sie können dort auch duschen oder sich im Pausenraum von ihrer anstrengenden Schicht erholen.