Klitschko vs. Haye – 2011 kommt der Mega-Fight

Bekommt Wladimir Klitschko endlich David Haye vor die Fäuste - oder wird es Vitali?
Bekommt Wladimir Klitschko endlich David Haye vor die Fäuste - oder wird es Vitali?
© Bongarts/Getty Images, Getty Images

13. Februar 2016 - 17:56 Uhr

Das Boxjahr 2011 verspricht ein großes Jahr zu werden. Bernd Bönte, Manager der Klitschko-Brüder, ist überzeugt, dass der von der Boxwelt geforderte Kampf von David Haye gegen einen der beiden Klitschkos trotz aller Querelen um Börsen und angebliche Knebelverträge im kommenden Jahr stattfinden wird.

"Ich hoffe natürlich, dass der Kampf gegen David Haye kommt. Aber ich habe keinen Druck. Haye braucht die Klitschkos, nicht umgekehrt", sagte Wladimir Klitschko und erneuerte seine Forderung nach einer Aufteilung aller Einnahmen aus einem möglichen Vereinigungskampf gegen den WBA-Weltmeister aus Großbritannien zu gleichen Teilen. "Wir werden von unserer Forderung nicht abrücken", sagte Wladimir auch im Namen seines Bruders Vitali: "Wenn Haye sich darauf nicht einlässt, macht er sich lächerlich."

"Wir empfinden keinen Druck. Er selber setzt sich unter Druck", ergänzt Bönte in Richtung Haye. "Aus der Nummer kann er nicht mehr raus. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns nach dem 11. Dezember relativ zügig an den Tisch setzen werden und eine Lösung finden werden. Die Lösung wird sicher nicht so sein, dass wir von den 50 Prozent abgehen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass dies ein unüberwindbares Hindernis ist nach den letzten Meldungen aus England."

Klitschko warnt: Chisora "stärker als Haye"

Wladimir Klitschko, Dereck Chisora
Wladimir Klitschko Auge in Auge mit Herausforderer Dereck Chisora
© Mandatory Credit: Daniel Deme / WENN.com, DDAA/ZOB

Doch vor dem möglichen Mega-Fight muss Wladimir Klitschko seine drei WM-Gürtel am besagten 11. Dezember gegen Dereck Chisora in Mannheim verteidigen. Chisora hält Klitschko für stärker als dessen britischen Landsmann, WBA-Weltmeister David Haye.

Chisora sei "viel gefährlicher und der bessere Boxer", sagte der IBF- und WBO-Schwergewichts-Weltmeister in seinem Trainingslager in Going/Österreich. Der jüngere der beiden Klitschko-Brüder bereitet sich dort auf seine Titelverteidigung gegen Chisora am 11. Dezember in der Mannheimer SAP-Arena vor.

Die Titelverteidigung gegen Chisora sieht er keineswegs als leichte Pflichtübung an. "Dereck Chisora ist der frechste Herausforderer, den ich jemals kennengelernt habe. Er wird vom ersten Gong an losschlagen und hauen, so viel er kann", glaubt er. Sein Trainer sieht das ebenso. "Chisora hat keine Angst, er ist unglaublich fokussiert und sehr entschlossen, hat sehr schnelle Hände und einen unbequemen Stil", sagte Emanuel Steward.

"Was ich in den letzten Jahren an Erfahrung, Technik und Taktik gezeigt habe, interessiert ihn eigentlich gar nicht", stellte Klitschko erstaunt fest: "Er meint, das wird ein Kampf, bei dem ich ein Stück Kuchen für ihn bin. Und was er sagt, das meint er auch so. Er ist jung und weiß noch nicht, wie weit er gehen kann. Das ist natürlich die Gefahr und ein Vorteil für ihn. Da muss ich ihm die Lehrstunde im Ring geben und ihn mental, psychologisch und physisch brechen."