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Klischees adé! Afrikanischer TV-Sender poliert Migranten-Image auf - und sendet aus Dortmund

Afrika-Tag
Live aus Dortmund: 'My Tide' hat Großes vor. © Jörg Fecke

Deutschland ist toll - Afrika ist gefährlich?

Einfach mal mit Vorurteilen brechen: Genau diesen Plan verfolgt der Kulturverein 'Africa Tide" aus Dortmund. Der Fernsehsender 'My Tide' sendet für die afrikanische Gemeinschaft. Das Credo der Macher: Afrika ist kein Krisenherd und Deutschland schon gar nicht ein Schlaraffenland.

Ein Format für Flüchtlinge

My Tide
"Wir wollen ein Afrikabild transportieren, das nicht nur aus Krisen und Konflikten besteht" © Jörg Fecke

Für die Sportsendung wird noch Verstärkung gesucht, verrät Joerg Fecke, einer der Köpfe hinter dem Projekt 'My Tide'. Das Programm befinde sich noch im Aufbau, vorstellbar sei aber vieles. In erster Linie wolle man mit dem Angebot aber für Klarheit sorgen - in Deutschland und in Afrika.

Das Problem: Rund 1,2 Milliarden Euro werden allein aus Deutschland an Familien in Afrika geschickt. Absender: Migranten mit afrikanischen Wurzeln. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des Bundesnetzwerks 'The African Network of Germany' (TANG). Mit dem Geld finanzieren die Verwandten ihren täglichen Bedarf - und genau hier will die Bundesregierung jetzt ansetzen.

"Die Entwicklungsherausforderungen in Afrika sind gewaltig. Die wirtschaftlichen Chancen aber auch", sagt auch der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn. Umso besser also, dass Formate wie 'My Tide' ins Leben gerufen werden. Transparenz schaffen und dabei helfen - vielleicht sogar als Bindeglied fungieren. Dieses Ziel verfolgt der Kulturverein aus Dortmund: "Viele Menschen, gerade in der Subsahara-Region haben ein falsches Bild von Deutschland, dieses Image verstärkt Fluchtursachen. Einmal hier angekommen stellen viele fest, dass es alles doch nicht so einfach hier ist. Auch in Deutschland existieren Probleme, Armut und Ähnliches.", erklärt Jörg Fecke.

Nach und nach wolle man die Menschen aufklären: "Es gibt bisher eine Literatursendung, die schon genannte Show für das weibliche Publikum, Migration Today, außerdem wird an einem Konzept für eine regelmäßige Talksendung gearbeitet.", erzählt uns Fecke weiter.

Das Feedback zumindest aus der Community sei bislang durchweg positiv - auch ohne Sportsendung.

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