Kling Klang Klong und anderes: Festival Lost Art in Berlin

24. September 2021 - 8:31 Uhr

Berlin (dpa) - Ein bisschen "Berghain"-Gefühl in Reinickendorf: Es geht hinab in die Kellerkatakomben, vorbei an tanzenden Robotern und hinein in einen Nebel aus Trockeneis: Das Berliner Kunstfestival Lost Art bespielt noch bis Sonntag ein altes Umspannwerk am nördlichen Stadtrand. 80 Künstlerinnen und Künstler sind dabei, darunter der "Berghain"-DJ Norman Nodge und Christopher Bauder, der für die Installation "Lichtgrenze" zum 25. Jahrestag des Mauerfalls bekannt ist.

Boris Acket zeigt mit "Einder" ein 30 Meter Kunstwerk aus Stoff und Licht. Die Robotergestalten in "Unter Strom" kommen von Matthias Rodach. Das Kreativstudio Kling Klang Klong lässt die Besucher vor einem glitzernden Ball, der zu atmen scheint, das Handy zücken.

Nach Angaben der Veranstalter wurden die Werke aus der ganzen Welt zusammengetragen. Der rote Klinkerbau sei ein faszinierender Rohdiamant, wie er in Berlin immer seltener werde. Das Festival erinnert an die Freiräume der 90er Jahre, als die Keller und Brachen der Stadt für Kunst und Clubs entdeckt wurden. Lost Art gab es bereits 2017 in einer alten Brauerei. Durch das Umspannwerk führt eine Art Parcours, draußen gibt es Streetfood-Stände. Tickets sind vorab online buchbar.

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Quelle: DPA