Bundesregierung will dem ein Ende setzen

Zahl der Flugpassagiere in Deutschland steigt - trotz Klimaschutz-Protestbewegung

© dpa, Kevin Kurek, kku fdt olg

9. Oktober 2019 - 10:03 Uhr

Gretas Message kommt offenbar nicht an

Greta Thunberg überquerte den Atlantik im Segelboot, um die Umwelt nicht mit den CO2-Ausstößen eines Flugzeugs zu belasten. Ihre Message war ganz klar: "Verzichtet auf den Flugverkehr!" Doch jetzt zeigt sich: Zumindest in Deutschland nutzen immer mehr Menschen das Transportmittel der Lüfte.

Trend des Fliegens steigt

Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet, flogen zwischen August 2018 bis Juli 2019 rund 125,1 Millionen Flugpassagiere von Deutschland aus ab. Die Klimaproteste starteten zeitgleich im August 2018. Wie es heißt, ist die Zahl der Fluggäste Monat für Monat gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen.

Im Vorjahreszeitraum waren es im Vergleich 5,7 Millionen Flugpassagiere weniger.

Besonders im April 2019 war der Anstieg den Daten zufolge am größten. In diesem Monat starteten rund 10,7 Millionen Passagiere in Deutschland, während es ein Jahr zuvor nur 9,8 Millionen waren.

Bundesregierung schießt dagegen

Als Teil ihres Klimaschutzprogramms beschloss die Bundesregierung dagegen anzukämpfen. Während Bahnfahren durch günstigere Tickets attraktiver werden soll, sollen Billigflieger teurer werden. Man will die Steuer auf Flugtickets erhöhen - je nach Strecke um rund 3 bis 17 Euro pro Ticket, wie aus einem vergangene Woche bekannt gewordenen Entwurf des Finanzministeriums hervorgeht.