Klimadebatte bei "Anne Will"

Söder fordert neuen Schwung für Wirtschaft

18. November 2019 - 7:28 Uhr

Grüne "machen keinen ideologischen Kampf gegen das Auto“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die deutsche Wirtschaft ankurbeln. In der Talkshow "Anne Will" fordert er: "Wir brauchen Vorfahrt für Freiheit und weniger Bürokratie." Damit Deutschland gut dasteht, müssen Bürger und Unternehmen viel Geld ausgeben und investieren. Das sollte aber möglichst unkompliziert sein.

Deutschland sucht neue Wege bei Stromerzeugung

ARCHIV - 12.11.2019, Sachsen-Anhalt, Egeln: Die Sonne geht hinter Windkraftanlagen unter. Der Bundesverband Windenergie will am 16.11.2019 Zahlen zur Lage der Branche mitteilen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Windenergie (Symbolfoto).
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Wenn ein Windrad gebaut werden soll, dauert die Planung dafür im Moment noch sehr lange. Das soll in Zukunft schneller gehen, weil erneuerbare Energieträger wie Windräder oder Solaranlagen unbedingt mehr werden sollen. Schließlich kämpft Deutschland gegen den Klimawandel.

Fossile Brennstoffe wie Kohle sorgen aber dafür, dass viel klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre gelangt. Deswegen will die Bundesrepublik nach und nach aus der Kohleenergie aussteigen und andere Wege für die Stromerzeugung gehen.

Darüber wurde diskutiert

Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nicht mehr so stark wächst, wie im vergangenen Jahr. Würde es helfen, wenn der Staat und Unternehmen mehr Geld in den Klimaschutz stecken?

Die Gäste und ihre wichtigsten Aussagen

  • Christian Lindner, FDP-Parteivorsitzender: "Technologie muss sich am Markt durchsetzen." Weil Politiker im Zweifel eine Ahnung von vielem haben, aber nicht von technischen Zusammenhängen.
  • Annalena Baerbock, Grünen-Parteivorsitzende: "Wir machen keinen ideologischen Kampf gegen das Auto."
  • Markus Söder, CSU-Parteichef: "Die unglaublich lange Verfahrensdauer lähmt Deutschland. Die Bürokratie ist unser Problem."
  • Claudia Kemfert, Wirtschaftsforscherin: "Wir müssen in die Zukunft investieren, sonst gibt es Probleme für zukünftige Generationen."

Das Fazit

Wärme und Strom fürs Haus aus Solarenergie
CSU-Chef Söder bevorzugt in Bayern den Bau von Solaranlagen
© deutsche presse agentur

Die Gäste bei "Anne Will" stellen durch die Bank fest: Es gibt in Deutschland genug Geld, das in den Klimaschutz investiert werden kann. Die Frage ist nur, wohin die vielen Milliarden Euro fließen sollen. CSU-Chef Söder bevorzugt in Bayern den Bau von Solaranlagen. Von Windrädern hält er nicht so viel: "Wir haben Berg und Tal. Bei uns pfeift der Wind nicht so gut durch."

Grünen-Chefin Baerbock kritisiert, dass es in Bayern so viele Regeln für den Bau für Windräder gibt. Das mache den Ausbau unnötig schwer. Sie wünscht sich mehr Geld für die Entwicklung von Elektroautos.