Kleinkind in Kalifornien von Ikea-'Malm'-Kommode erschlagen

23. Oktober 2017 - 13:42 Uhr

Vater ließ Kind alleine schlafen - Kommode kippte um

Schlimmer Vorfall im US-Bundesstaat Kalifornien: Der zweijährige Josef war zum Schlafen gelegt - nahe einer Kommode. Als der Vater wieder nach dem Kleinkind schaute, war die Kommode auf den Jungen gekippt. Josef war tot. Die Ikea-Kommode vom Typ 'Malm' mit drei Schubladen hatte ihn erschlagen. Der Unfall ereignete sich am 24. Mai, sorgte aber erst kürzlich für öffentliche Aufregung. Mehr Informationen wurden nicht veröffentlicht. Die Eltern möchten ihre Privatsphäre schützen.

Acht Kinder wurden von Ikea-Möbeln erschlagen

In der Vergangenheit gab es bereits eine ganze Reihe derartiger Unfälle. Medienberichten zufolge ist Josef das achte Kind, das von einem Ikea-Möbelstück erschlagen worden ist. Das Video stellt eine andere Mutter vor, deren Kind ebenfalls tödlich verunglückte. In vielen Fällen handelte es sich um Kommoden vom Typ 'Malm'. Ikea zahlte Entschädigungen in Millionenhöhe an die Familien. Außerdem startete das Möbelhaus eine Rückrufaktion und empfiehlt, Möbel an der Wand zu befestigen.

Kommoden vom Typ 'Malm' auch in Deutschland

In Deutschland bietet Ikea ebenfalls Kommoden vom Typ 'Malm' an. Auf der Website des Onlineshops befindet sich ein Warnhinweis auf die Kippgefahr. Ein Sicherheitsbeschlag für die Befestigung des Möbelstücks an der Wand wird mitgeliefert. Tödliche Unfälle mit ordnungsgemäß befestigten Ikea-Möbeln sind in Deutschland offenbar nicht bekannt.

Eltern wollen gegen Ikea klagen

Dass ihre Kommode von Ikea zurückgerufen worden war, haben die Eltern des kleinen Josef offenbar nicht gewusst. Auch amerikanische Verbraucherschützer kritisieren Ikeas Rückrufkampagne als halbherzig. Nun wollen Josefs Eltern gegen das Möbelhaus klagen.