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Kleiner Tayler starb durch schwerste Hirnschäden

Freund der Mutter fuhr kurz nach Taylers Tod in den Urlaub

Der kleine Tayler aus Hamburg ist infolge schwerster Hirnschäden gestorben. Das ergab die Obduktion seiner Leiche, wie die Hamburger Staatsanwaltschaft mitteilte. "Es besteht der hochgradige Verdacht auf ein sogenanntes Schütteltrauma", sagte Oberstaatsanwalt Carsten Rinio.

Das Ergebnis erhärte die Annahme der Ermittlungsbehörde, wonach das einjährige Kind von seiner Mutter oder deren Lebensgefährten heftig geschüttelt wurde. Gegen die 22-Jährige und ihren 26 Jahre alten Freund, der nicht der Vater des Jungen ist, wird wegen eines Tötungsdelikts ermittelt. Zum genauen Zeitpunkt der Tat konnte Rinio noch keine Angaben machen.

Beide sind aber auf freiem Fuß. Es gebe keine Haftgründe, hieß es. Der 26-Jährige ist kurz nach Taylers Tod zu einer Urlaubsreise nach Spanien aufgebrochen.

"Staat muss früher tätig werden"

Der Präsident des Kinderschutzbundes Deutschlands (KSB), Heinz Hilgers, wandte sich unterdessen gegen schärfere Gesetze. Er forderte mehr Unterstützung für Krisenfamilien. Der Staat müsse bereits schützend tätig werden, lange bevor es zu solchen Tragödien komme, sagte Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Wichtig sei gerade in Problemvierteln Präventionsarbeit. Da die Städte jedoch viel Geld für die Intervention im Krisenfall ausgeben müssten, bleibe kein Raum für Schutzmaßnahmen im Vorfeld. "Daher fordere ich einen Rechtsanspruch auf frühe Hilfen, sowohl im Gesundheitswesen als auch in der Jugendhilfe", sagte Hilgers weiter. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) habe zwar Reformen angekündigt. Diese gingen jedoch nicht weit genug.

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