26. Januar 2019 - 11:18 Uhr

Zweijähriger Julen hat nicht überlebt

Tagelang haben rund 300 Helfer unermüdlich und unter enormen Druck gearbeitet, um den zweijährigen Julen aus dem 107 Meter tiefen Brunnenschacht zu befreien, in das er am 13. Januar gefallen war. RTL-Reporterin Pia Schrörs wurde in der Nacht zu Samstag von Julens Familie informiert, dass der Junge tot gefunden wurde. Die Retter konnten ihn nicht mehr lebend herausholen. Wie er genau starb, muss nun geklärt werden. Eine Chronologie der Ereignisse - im Video oben.

Bergarbeiter gruben die letzten Meter mit der Hand

Es war ein gigantischer Kraftakt für die acht Bergleute, die sich das letzte Stück zur Leiche des kleinen Jungen per Hand durch das Gestein graben mussten. Mit Spitzhacke, Presslufthammer und Schaufel arbeiteten sie sich vor. Doch egal wie schnell sie gruben, für den verschütteten Zweijährigen kam jede Hilfe zu spät. Die Arbeiter konnten ihn nur noch tot aus 70 Metern Tiefe bergen.

Julens Eltern hatten bis zu letzt auf ein Wunder gehofft. Am Abend hatten die beiden noch an einer Nachtwache für ihren Sohn teilgenommen. Die Dorfbewohner von Totalán hatten sich versammelt, um den Rettern und den Eltern Kraft zu geben.

Zumindest die Ungewissheit ist vorbei

Ärzte hatten Julen ohnehin schlechte Überlebenschancen eingeräumt. "Wenn er Glück gehabt hat, ist er sehr schnell gestorben", erklärte Dr. Christoph Specht im RTL-Interview. Selbst wenn der Junge den Sturz überlebt hat, dürfte ihm bald der Sauerstoff in dem tiefen Loch ausgegangen sein.

Zumindest die quälende Ungewissheit für Julens Eltern ist nun vorbei. Jetzt können sie ihr Kind nach dem tragischen Unfall würdig bestatten und ihn betrauern.