Kleine Lea Sophie wurde totgeschlagen

26. April 2013 - 12:14 Uhr

Freund der Mutter räumt die Tat ein

Was für einen schrecklichen Todeskampf muss dieses zweijährige Mädchen gehabt haben? Lea-Sophie aus Köln ist an massiven Kopfverletzungen gestorben. Die Verletzungen habe der 23-jährige Freund der Mutter in der Wohnung der Mutter "aus nichtigem Anlass" zugefügt, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer in Köln.

Lea Sophie tot Köln
"Aus nichtigen Gründen" erschlug der Täter die kleine Lea Sophie (2).

Dies sei bereits am vergangenen Dienstag geschehen. Das Kind sei nach bisherigem Kenntnisstand allerdings erst einen oder zwei Tage danach infolge der Verletzungen gestorben.

Ein Richter erließ Haftbefehl wegen Mordes gegen den 23-Jährigen. Auch die Mutter kam in Haft - wegen Totschlags durch unterlassene Hilfeleistung. "Ihr wird vorgeworfen, keine Anstalten gemacht zu haben, das Kind zu retten und dessen Tod zumindest billigend in Kauf genommen zu haben", sagte Bremer. Beide hätten die Tatumstände eingeräumt.

Leiche mit Einkaufstrolley transportiert

Der 23-Jährige ist nicht der Vater des Kindes. Er habe in der Wohnung der 20-Jährigen und ihrer Tochter gelebt, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann und die Mutter waren noch in der Nacht festgenommen und vernommen worden. Nach dem Tod von Lea Sophie soll einer oder beide die Leiche mit einem auffälligen, orangefarbenen Einkaufstrolley zum späteren Fundort transportiert haben.

Schauplatz der Tat ist Köln-Chorweiler, ein Stadtteil mit vielen Wohnblocks im Norden der Millionenstadt. Am Freitagnachmittag hatte die Mutter ihr Kind als vermisst gemeldet. Sie gab an, es um 12.30 Uhr zuletzt auf einem Spielplatz in einem Park gesehen zu haben. Nach der Vermisstenmeldung startete eine umfangreiche Suchaktion. Um 22.30 Uhr wurde die Leiche dann entdeckt - rund zwei Kilometer vom Spielplatz entfernt auf einer Grünfläche mit Büschen in der Nähe des Fühlinger Sees.