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Kleine Läden dürfen nach Corona-Lockdown endlich wieder öffnen: So werden die Kunden empfangen

Wiedereröffnung nach Corona-Lockdown

Kleine Läden dürfen endlich wieder öffnen: So werden die Kunden empfangen

Geschäfte wieder offen: So sieht jetzt die Fußgängerzone aus Lockdown teilweise beendet
01:07 min
Lockdown teilweise beendet
Geschäfte wieder offen: So sieht jetzt die Fußgängerzone aus

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Hygieneregeln zur Wiedereröffnung noch unklar

Als einen ersten Schritt zur Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen hat die Bundesregierung beschlossen, dass Geschäfte bis 800 Quadratmeter Fläche ab Montag, den 20.4., wieder öffnen dürfen. Die Ladenbetreiber müssen strenge Auflagen beachten - doch wie die konkret aussehen, unterscheidet sich teilweise von Stadt zu Stadt oder wurde noch nicht verkündet. Wie sie sich gewappnet haben, zeigen die ersten Bilder aus der Fußgängerzone Kölns - im Video.

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Mindestabstand muss nach wie vor gewährleistet sein

Der Einzelhandel atmet auf: Seit Montag dürfen Geschäfte bis 800 Quadratmeter sowie Autohändler, Fahrradgeschäfte und Buchläden wieder ihre Türen öffnen. Dabei müssen sie Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten. Welche Zahlen allerdings konkret dahinter stehen, entscheiden die Bundesländer einzeln. Je nach Region oder sogar Stadt gelten also unterschiedliche Vorschriften für Besitzer und Kunden.

Um das Kontaktverbot zu wahren, darf in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zum Beispiel nur eine Person pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche in den Laden – in Hessen sind es sogar 20 Quadratmeter . Grundsätzlich muss gewährleistet sein, dass Kunden und Mitarbeiter mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten können. Wo dies nicht möglich ist, sollten Arbeitsminister Hubertus Heil zufolge Trennwände aufgestellt werden. Eine Maskenpflicht beim Einkaufen besteht bisher nur in Sachsen . Allerdings sprach der Bund diesbezüglich eine "dringende Empfehlung" aus.

Desinfektionsmittel, Masken und Spuckbarrieren

Martina Maturi in ihrer Boutique in Köln
Martina Maturi hält in ihrer Kölner Boutique Hygiene-Equipment für die Kunden bereit
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Trotz der Einschränkungen: Boutiquebesitzerin Martina Maturi aus Köln freut sich darauf, ihre Kunden endlich wieder persönlich empfangen zu können. „Wir haben uns jetzt vier lange Wochen darauf vorbereitet“, erzählt sie uns im Interview. Auch Maturi bekam noch keine genauen Angaben, welche Regeln sie für ihr Bekleidungsgeschäft befolgen muss, doch sie hat Vorkehrungen getroffen: „Wir haben jemanden da stehen, der aufpasst, Wir haben Desinfektionsmittel für jeden, Handschuhe und Mundschutz – wenn gewünscht, kann man sich das hier alles abholen.“ Eine der Umkleidekabinen der 75-Quadratmeter-Boutique wurde außerdem gesperrt, damit der Mindestabstand gewährt ist.

Auch Marc Schreiber, Inhaber eines Schuhgeschäfts mit acht Filialen in Nordrhein-Westfalen, ist für die Wiedereröffnung gerüstet. Schilder sind aufgehängt, die mahnen, Abstand zu halten, ein Spuckschutz an den Kassen errichtet. Auch Desinfektionsmittel und Mundschutz für alle 70 Mitarbeiter habe er besorgt.