"Klein und dick": Donald Trump provoziert Kim Jong Un

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12. November 2017 - 11:48 Uhr

Bauern-Theater geht in die nächste Runde

Die große Weltpolitik ist manchmal wie ein Kindergarten. Einfach unfassbar, wie einflussreiche Machthaber miteinander umgehen. Und kaum denkt man, es geht nicht schlimmer, setzen sie noch einen drauf: Im Konflikt um Nordkoreas Atomwaffen- und Raketen-Programm schickte US-Präsident Donald Trump die nächste Provokation in Richtung Kim Jong Un.

Trump: "Im Leben geschehen merkwürdige Dinge"

"Warum sollte Kim Jong-Un mich alt nennen und damit beleidigen, wo ich doch NIE zu ihm 'klein und dick' sagen würde", twitterte Trump während seiner Asien-Reise. Nur drei Stunden später sagte er vor Journalisten, er wolle Fortschritte und keine Provokationen.

In der Pressekonferenz gefragt, was das Verhältnis zu Kim Jong Un verbessern könne und ob es überhaupt möglich wäre, zu Freunden zu werden, sagte Trump: "Im Leben geschehen merkwürdige Dinge. Ich weiß nicht, ob es passieren wird, aber wenn, dann wäre es sehr, sehr gut." Trump reagierte damit offenbar auf nordkoreanische Staatsmedien, die ihn als "Kriegshetzer" und "verrückten Alten" nennen.

Der Streit zwischen den beiden Machthabern hat monatelangen Vorlauf: Zuletzt hatte Trump bei der UN-Vollversammlung den nordkoreanischen Diktator als "Raketenmann auf selbstmörderischem Weg" bezeichnet. Nordkorea hatte in der Vergangenheit immer wieder Raketentests durchgeführt.

Trump seit einem Jahr an der Macht

Vor einem Jahr hat Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Man kann diesen Tag getrost als Zäsur bezeichnen. Es hat sich seitdem einiges geändert, ob zum Guten oder zum Schlechten, darüber sind die Trump-Anhänger und Trump-Gegner so gespalten wie vor der Wahl.