Österreichische Medien berichten über mögliche Suizidgefahr

Fünf Menschen erschossen: Kitzbühel-Killer soll in videoüberwachter Zelle sitzen

9. Oktober 2019 - 12:41 Uhr

LKA-Chef: Beschuldigter Andreas E. hat Ereignisse „sehr klar und strukturiert geschildert“

Andreas E. sitzt in der Justizanstalt Innsbruck in Untersuchungshaft. Seine Ex-Freundin, ihren neuen Freund, ihren Bruder und die Eltern soll der 25-Jährige mit Kopfschüssen aus nächster Nähe getötet haben. Danach hatte er bei der Polizei Selbstanzeige erstattet. "Der Verdächtige schilderte das Geschehen strukturiert und nüchtern", erklärte Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes (LKA) im ORF. Die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, der Kitzbühel-Killer sitze zur U-Haft in einer videoüberwachten Zelle. Der Grund dafür sei eine mögliche Suizidgefahr.

Justizministerium zu Kitzbühel-Killer: Videoüberwachung grundsätzlich nicht üblich

Das österreichische Justizministerium machte zur psychischen Verfassung und dem Gesundheitszustand von Andreas E. auf RTL-Anfrage keine Angaben. "Grundsätzlich ist die Video-Überwachung von Untersuchungshäftlingen nicht üblich", erklärte die zuständige Staatsanwältin Christina Ratz. Zum konkreten Fall könne sie wegen möglicher Rückschlüsse auf die Gesundheitslage des Beschuldigten nichts sagen.

Der Tatverdächtige war am Sonntag bei der Kitzbüheler Polizei aufgetaucht und hatte gestanden, seine Ex-Freundin, ihren neuen Freund, einen aufstrebenden Eishockeyprofi, und drei Familienmitglieder getötet zu haben. Das Paar soll sich laut Polizei zwei Monate vor der Tat getrennt haben. Im RTL-Interview berichtet die Mutter von Andreas E. über die Beziehung der beiden. Mögliche Tatmotive für den Fünffachmord sind Eifersucht oder verschmähte Liebe.