Religion

Kirche will mit Popkantor moderne Musik fördern

Kirchenkreuz
Der Mond hinter einem Kirchenkreuz.
picture alliance / Swen Pförtner/dpa

Mit gut gemachter Popmusik möchte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ihren Gottesdiensten neuen Schwung geben. Im Rahmen der Pop-Initiative der Landeskirche seien die Aus- und Fortbildung der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Sachsen-Anhalt und Thüringen für moderne Rhythmen sowie Coachings für Kirchenbands und Chöre geplant, sagte der künftige EKM-Popkantor Christian König am Freitag. Es geht gar nicht darum, alles zu verdrängen, sagte der 45-jährige gebürtige Eisenacher. «Großer Gott wir loben dich wird es wohl immer geben. Es geht vielmehr darum, das Spektrum zu erweitern - und vor allem zu helfen, dass moderne Musik in den Kirchen professioneller klingt.»

Oft scheitere gut gemeinte Auflockerung der Gottesdienste mit Hilfe neuer Musik daran, dass den Kantoren die Erfahrung fehle, ein Stück, das funky oder nach Blues klingt, zu spielen. Durch seine Schulungen soll Popmusik nun ein vollwertiger und wohlklingender Bestandteil werden. Das beinhalte mitunter auch Nachhilfe in Beschallungstechnik für Bands, die in den großen Kirchenräumen Probleme mit ihren Mikros haben. Wenn König von Popmusik spricht meint er Gospel und Jazz ebenso wie Rock, Hiphop und Heavy Metal. Quer durch die beiden Bundesländer will König trotz seines künftigen Büros in Erfurt ab September für flotte Gottesdienste unterwegs sein.