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Kindesunterhalt: Immer mehr Väter drücken sich vor den Zahlungen

Kindesunterhalt: Immer mehr Väter drücken sich vor den Zahlungen

Eigentlich müsste Sandra Köpps Ex 272,- Euro jeden Monat für den gemeinsamen Sohn Jason zahlen - doch seit einem Jahr fließt kein Geld mehr. Und Sandra muss sehen, wie sie zurechtkommt. Leicht fällt der 36-Jährigen das nicht.

Insgesamt schuldet der Kindsvater ihr inzwischen rund 4.000 Euro Unterhalt. Und für genau solche Fälle gibt es ihn: Dietmar Kufahl treibt Alimente ein - und sein Geschäft boomt! Bundesweit drücken sich rund 600.000 Väter und auch einige Mütter um finanzielle Pflichten.

Inkasso- Dienstleister Dietmar Kufahl: "Es gibt zwei Arten von Unterhaltsschuldnern. Die einen die nun wirklich kein Geld haben, weil sie arbeitslos sind und die anderen, die aus Trotz oder aus Neid der Frau das Geld nicht geben wollen, weil sie der Auffassung sind, das Geld ist für die Frau. Dabei stimmt das nicht, das Geld ist ja für die Kinder gedacht."

Letzteres vermutet der Inkasso-Manager im Fall von Sandra Köpp: Laut seinen Recherchen hat Jasons Vater gerade ein sehr teures Auto gekauft. Geld scheint also da zu sein. Dietmar Kufahl macht deshalb Druck und schaltet die Staatsanwaltschaft ein. Grundsätzlich gilt: Wenn Vati nicht zahlt, bekommt Mutti Überbrückungsgeld vom Amt - allerdings nur so viel, dass es zum Überleben reicht. Um den Unterhalt in voller Höhe zu bekommen, raten Experten den Müttern, sich professionelle - anwaltliche und gegebenenfalls detektivische - Unterstützung zu suchen.