Missbrauchsfall von Münster

Die Mutter des Kindes (10) wusste offenbar nichts davon

Kindesmissbrauch in Münster Gesellschaft: Kriminalität, Prozesse. Die Polizei hat die Gartenlaube in der Kleingartenanl
Kindesmissbrauch in Münster Gesellschaft: Kriminalität, Prozesse. Die Polizei hat die Gartenlaube in der Kleingartenanl
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24. Juni 2020 - 11:44 Uhr

Kein dringender Tatverdacht

Im Missbrauchsfall Münster um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern ist die Mutter eines zehnjährigen Opfers weiterhin Teil der Ermittlungen. Gegen sie bestehe aber kein dringender Tatverdacht und die Frau sitze demnach nicht in Untersuchungshaft, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Ihr Partner Adrian V. ist der Hauptbeschuldigte

Adrian V. ist der Lebensgefährte der Münsteranerin und gilt in dem Fall als Hauptbeschuldigter. Die Ermittler werfen dem 27-Jährigen 15 Taten über den Zeitraum November 2018 bis Mai 2020 vor. Dabei soll er die Vergewaltigungen gefilmt und fotografiert haben. Über das Darknet verbreitete er die Bilder. Die "Westfälischen Nachrichten" berichteten am Dienstag, dass die Mutter des Zehnjährigen seit 2018 vom Missbrauch ihres Sohnes gewusst habe.

Bislang gab es in dem am Wochenende öffentlich gewordenen Fall Festnahmen von elf Tatverdächtigen aus mehreren Bundesländern, sieben sitzen in Untersuchungshaft. Die Opfer sind zwischen fünf und zwölf Jahren alt.

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