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Kindesmissbrauch in Bergisch Gladbach: Täter sollen Kinder untereinander getauscht haben

Kindesmissbrauch in Bergisch Gladbach

Täter sollen Kinder untereinander getauscht haben

ARCHIV - 08.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Bergisch Gladbach: Das Ortsschild von Bergisch Gladbach steht am Ortseingang. In Zusammenhang mit einem Fall von Kindesmissbrauch in Bergisch Gladbach ist auch im Raum Wiesbaden ein Tatverdächtiger festgenomm
Bergisch Gladbach
fg cul, dpa, Federico Gambarini

Sechs Tatverdächtige

Es kommen immer mehr grausame Details ans Licht. Nach dem Bekanntwerden des Missbrauchs von Kindern in Bergisch Gladbach, ermittelt die Polizei mit Hochdruck. Mittlerweile wurden sechs Verdächtige festgenommen. Wie der "Focus" aus Ermittlerkreisen erfahren haben soll, sollen die Täter sogar ihre Kinder untereinander ausgetauscht und dann missbraucht haben.

Auch Nichte wurde zum Opfer

Ein Verdächtiger aus Krefeld soll sich demnach zu den kinderpornographischen Inhalten geäußert haben. Er habe angegeben, Kinder seien untereinander getauscht worden. Angeblich habe er nicht nur seine eigene Tochter, sondern auch seine Nichte missbraucht.

Insgesamt sollen die Ermittler drei Terabyte mit belastendem Material gefunden haben, das sie zu einer Whatsapp Gruppe führte. Darin seien um die 1800 Mitglieder gewesen. Bislang konnten sechs Tatverdächtige und neun Opfer ermittelt werden.

Im Video: Polizei machte grausame Details öffentlich

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Das jüngste Opfer war nicht mal ein Jahr alt

Nach dem massenhaften Fund von kinderpornografischem Material in einer Wohnung in Bergisch Gladbach waren vier Verdächtige wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs festgenommen worden. Sie sollen mindestens sechs Kinder im Alter bis zu zehn Jahren missbraucht haben, wie die Kölner Ermittler am Donnerstag zu dem Fall mitgeteilt hatten. Das jüngste Opfer sei noch nicht einmal ein Jahr alt. Es handele sich um die Kinder oder Stiefkinder der Verdächtigen.

Beamte hatten die Wohnung eines 42-Jährigen in Bergisch Gladbach wegen des Verdachts der Kinderpornografie durchsucht. Beim Auswerten des sichergestellten Materials fanden sich Hinweise darauf, dass der Deutsche in seiner Wohnung Kinder missbraucht, die Taten gefilmt und weiterverbreitet habe. Außerdem führten Spuren zu den drei weiteren Verdächtigen.