Kindesmissbrauch in 55 Fällen: Mann aus Altenbeken muss für sieben Jahre ins Gefängnis

Vor dem Landgericht Paderborn wurde ein 47-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer Gefängnisstrafe verurteilt
Vor dem Landgericht Paderborn wurde ein 47-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer Gefängnisstrafe verurteilt
© deutsche presse agentur

05. Januar 2018 - 21:22 Uhr

Vorwurf: Missbrauch von Kindern in 660 Fällen

Es war ein abscheulicher Vorwurf: Ein 47-Jähriger aus Altenbeken musste sich wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in mehr als 660 Fällen vor Gericht verantworten. Letztendlich waren es 55 dieser Fälle, wegen denen der Mann zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt wurde.

Opfer waren acht bis zwölf Jahre alt

Dem Familienvater aus der ostwestfälischen Gemeinde war vorgeworfen worden, sich jahrelang an seinem Sohn, einer Stieftochter sowie Tochter und Sohn einer Bekannten vergangen zu haben, die zeitweise in seinem Haus lebte. Die Opfer sollen zum Tatzeitpunkt zwischen acht und zwölf Jahre alt gewesen sein. Allein in unglaublichen 570 Fällen war der Mann beschuldigt worden, sich an seinem eigenen mittlerweile 21-jährigen Sohn vergangen zu haben. Das Verfahren wurde in diesen Fällen jedoch eingestellt, da die Richter von der Schuld des Angeklagten in diesen Punkten nicht überzeugt waren. Die Kammer sah es aber als erwiesen an, dass der Mann sich in 15 Fällen an dem Sohn der Bekannten verging. Außerdem hatte der Angeklagte Übergriffe auf die Tochter und Stieftochter der Bekannten bereits am ersten Prozesstag eingeräumt.

Wegen seiner Taten muss der Angeklagte jetzt sieben Jahre und drei Monate in Haft. Damit blieb das Gericht knapp hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück. Diese hatte auf acht Jahre Gefängnis plädiert. Ein psychiatrisches Gutachten hatte zuvor ergeben, dass der 47-Jährige pädophil ist.