21. März 2019 - 13:24 Uhr

Selbstgedrehte Videos im Darknet verbreitet

Wegen des Verdachts der Herstellung und der Verbreitung von Kinderpornografie haben Ermittler in Würzburg zwei Verdächtige festgenommen. Ob die beiden dem Haftrichter vorgeführt werden, ist Polizeiangaben zufolge noch unklar. Polizisten - darunter auch Spezialeinsatzkräfte - hatten mehrere Objekte in der bayerischen Stadt durchsucht, darunter war auch eine Kindertagesstätte. Einer der Festgenommenen soll laut Bild-Zeitung ein Mitarbeiter sein.

Evangelische Kirche in Bayern kündigt Stellungsnahme an

Den beiden Festgenommenen wird vorgeworfen, im Darknet kinderpornografisches Material verbreitet zu haben. Vermutlich haben sie die Kinderpornos selbst angefertigt und anschließend verbreitet. Den Ermittlern zufolge sollen "ausschließlich männliche Opfer im Kindesalter" zu sehen sein. Es handele sich um "sehr junge Kinder".

Nun wird geprüft, ob möglicherweise nur einer von beiden an der Tat beteiligt war. "Letztlich muss erst mal abgeklärt werden: Liegt eine gemeinschaftliche Handlung vor oder war es nur einer von beiden - was nach bisherigen Erkenntnissen als möglich und wahrscheinlich erscheint", sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr.

Vor der Festnahme wurde unter anderem eine Kindestagesstätte im Würzburger Stadtteil Heuchelhof durchsucht. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern will sich als Trägerin später äußern. Ein Sprecher kündigte eine schriftliche Stellungnahme der Würzburger Dekanin Edda Weise an.

Den Ermittlern zufolge gibt keine Hinweise, dass tatsächlich Kinder dieser Kita betroffen sind. Somit gebe Aus polizeilicher und staatsanwaltschaftlicher Sicht gebe es keinen Anlass, die Kita zu schließen.