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Kinderhandel in Russland: Mutter verkauft ihre neun Tage alte Tochter für 38 Euro an Fremde

Mutter verkauft ihr Baby für 38 Euro an eine Fremde
Mutter verkauft ihr Baby für 38 Euro an eine Fremde Verzweiflungstat in Russland 00:41

Überwachungsvideo aus Omsk schockiert die Welt

Diese Bilder einer Überwachungskamera vom Flughafen in Omsk gehen um die Welt. Zu sehen ist der zutiefst beunruhigende Moment, in dem eine 25-jährige Mutter unter Tränen ihr neugeborenes Baby an eine Frau mittleren Alters übergibt. Es handelt sich dabei um Inna P., eine arbeitslose Malerin, die ihre neun-Tage-alte Tochter verkauft. Für umgerechnet 38 Euro soll das kleine Mädchen der Lehrerin Natalia Z. den Wunsch, ein weiteres Kind großzuziehen, erfüllen. Ein Handel, der nicht nur unmenschlich, sondern auch illegal ist. Den beiden Frauen droht für dieses Verbrechen bis zu zehn Jahre Haft. Das berichtet die "Daily Mail". Die herzzerreißende Übergabe sehen Sie in unserem Video.

Wurde Inna P. zum Kinderhandel gedrängt?

Heute weiß Inna P., dass sie einen Riesen-Fehler begangen hat und wünschte, sie könne die Zeit zurückdrehen. Doch die 25-Jährige kann den Handel, den sie mit ihrer eigenen Tochter betrieben hat, nicht mehr rückgängig machen. Die mittellose Mutter erklärte der Polizei, sie habe keine andere Lösung gesehen, als ihr neun Tage altes Baby wegzugeben. Die arbeitslose Malerin lebe in einer beengten Mietwohnung mit ihrer Mutter und Schwester und sei von den beiden zu einer Abtreibung gedrängt worden, als sie von der Schwangerschaft erfuhren.

Staatsanwalt Wassily Gumenyuk berichtet der "Daily Mail": "Beide waren stark gegen das Baby und übten psychologischen Druck auf die zukünftige Mutter aus. Die junge Frau konnte keinen Job finden und sie war nicht mit dem Vater ihres Babys verheiratet. Er wusste zwar von der Schwangerschaft, wollte sie aber nicht unterstützen." Angeblich soll Innas Mutter ihr sogar damit gedroht haben, "sie nicht mehr zuhause reinzulassen", sollte sie sich für das Kind entscheiden.

Also beschloss Inna P. auf eine zweifelhafte Online-Anzeige der Lehrerin Natalia Z. aus St. Petersburg zu reagieren. "Hallo zusammen! Mein Mann und ich würden sehr gerne ein Baby im Alter von null bis drei Monaten adoptieren. Alle Dokumente für eine Adoption liegen bereit. Bitte sendet eine private Nachricht für Details. Bitte helft mir.", schrieb die 43-Jährige, die laut eigener Angaben unter dem "Leeren-Nest-Syndrom" litt, seitdem ihr erwachsener Sohn von zuhause ausgezogen war. Für Inna P. ein Ausweg aus ihrer prekären Lage. "Hallo, ich möchte, dass meine Tochter adoptiert wird. Bitte tun sie das, ich bin nicht dazu in der Lage, sie groß zu ziehen. Keine Chance", antwortete Inna auf die Annonce.

"Natürlich war es schwer. Ich war hysterisch am Flughafen"

So kam es letztlich zu der emotionalen Szene, die oben im Video zu sehen ist. Für 38 Euro, die angeblich zur Deckung der Kosten für Windeln bezahlt wurden, übergab Inna P. ihre Tochter einer völlig Fremden. Auf die Frage, wie es für sie war, ihr Kind abzugeben, antwortet sie: "Natürlich war es schwer. Ich war hysterisch am Flughafen, als es passierte. Aber Natalias Rückflug wurde bereits angekündigt, ich musste ihr meine Tochter geben, damit sie und ihre Freundin ihr Flugzeug kriegen konnten."

Fast wäre der Kinderhandel unentdeckt geblieben, wäre da nicht die Vermieterin von Inna P. und ihrer Familie gewesen. Inna P. und ihre Mutter vertrauten sich der Frau an, die im Anschluss sofort die Polizei alarmierte. Bis zum Abschluss der Strafuntersuchungen stehen die Frauen nun wegen des Verdachts auf Kinderhandel unter Arrest. Das Kind wird nun wahrscheinlich in einem Waisenhaus unterkommen.

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