Kinderarzt Prof. Fred Zepp

Lockdown macht Kinder dicker und depressiver

01. Februar 2021 - 13:50 Uhr

Die Kinder trifft es besonders hart

Kein Unterricht in der Schule, kein Training im Sportverein und nicht mal Freunde treffen – der nicht endenwollende Lockdown trifft Kinder und Jugendliche besonders hart. Vieles, was das Leben der Heranwachsenden ausmacht, ist derzeit nicht möglich.

Jetzt endlich sinken die Infektionszahlen ein wenig, was das für die Kinder heißen könnte und wie besonders sie unter den Maßnahmen leiden, darüber spricht RTL-Reporterin Doro Steitz mit Prof. Fred Zepp, dem Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Mainz.

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Schule ist sicherer als viele andere Bereiche

Klar sind auch Kinder Teil des Infektionsgeschehens, doch man wisse inzwischen, so Prof Zepp, dass die Einhaltung der Hygieneregeln in der Grundschule viel besser funktioniert als bei den jungen Erwachsenen im öffentlichen Raum.

Erstaunlichweise gebe es bei Schuluntersuchungen auch immer mehr infizierte Lehrer als Kinder. "Unter dem Strich halten wir die Schule für einen besser gesicherten Raum als viele andere Bereiche in unserer Lebenswelt im Augenblick," so Zepp.

"Dieser lange Lockdown, das sehen wir schon, der führt bei den Kindern zu Veränderungen der psychischen Stimmungslage. Wir haben vermehrt depressive Stimmungslagen, wir haben Angststörungen zunehmend. Wir sehen auch, dass Kinder schwerer werden, weil sie sich weniger bewegen. Obwohl das sich bei jungen Menschen das Bewegen innerlich angelegt ist, also insofern sind wir Kinderärzte ganz stark dafür, dass wir möglichst schnell den Lockdown aufheben."

Die aktuelle Zahlen für Deutschland und Europa

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