Gründerin von sozialem Verein kritisiert Sparverhalten vieler Eltern

„Kinderarmut gibt es nicht!“

31. Januar 2020 - 10:54 Uhr

Video: Darum sind die Eltern schuld an Kinderarmut

"Kinderarmut gibt es nicht!" Mit dieser Aussage findet Cornelia Rönnefahrt, Gründerin des Bremer Vereins "Sonnenblume", im RTL-Interview klare Worte darüber, wie in manchen Familien am falschen Ende gespart wird und dadurch Kinder auf der Strecke bleiben. Warum sie der Meinung ist, dass an Kinderarmut in Deutschland immer die Eltern schuld seien, erklärt sie im Video.

Eltern schlafen und Kinder gehen ohne Frühstück zur Schule

Die Probleme beginnen schon bei den einfachen Bedürfnissen wie Essen. Viele Kinder werden ohne Frühstück in die Schule geschickt, weil zum Beispiel ihre Eltern lange schlafen würden, sagt Cornelia Rönnefahrt. Wenn sie aus der Schule kommen, gäbe es vielleicht nicht einmal ein warmes Mittagessen. Das langfristig größere Problem sei ihrer Meinung nach aber die fehlende Bildung. "Wir haben Fünftklässler, die nicht richtig lesen können. Wir haben viele Eltern, die das nicht auffangen können. Wenn Mama Nase mit "Nah" schreibt, wie soll das Kind dann richtig Nase schreiben?"

Verein „Sonnenblume“ bietet Kindern ein zweites Zuhause

Seit über zehn Jahren kämpft die 70-Jährige schon dafür, dass Kinder aus dem Bremerhavener Stadtteil Leherheide dieselben Chancen haben wie Kinder aus besseren Vierteln. Mit ihrem Verein "Sonnenblume" bietet sie Kindern aus sozial schwachen Familien ein zweites Zuhause.

Cornelia Rönnefahrt selbst ist dreifache Mutter. Gemeinsam mit ihrem Team aus 25 Ehrenamtlichen und Festangestellten beschert sie den Kindern Tag für Tag ein Stück heile Welt. Hier bekommen sie warme Mahlzeiten, Hausaufgabenbetreuung und vor allem eine Chance auf Bildung. Darüber hinaus organisiert der Verein auch Ausflüge.