Unsere Kinder leiden am längsten

Klimawandel: Wie viel globale Erwärmung werden wir noch erleben?

16. Oktober 2021 - 17:30 Uhr

Kinder müssen mit globaler Erderwärmung von +3 Grad rechnen

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viel Sie von der globalen Erwärmung noch erleben werden? Die Älteren sind wahrscheinlich mit +1,5 Grad dabei. Denn schon ab dem Jahr 2030 könnte dieser kritische Wert von einer Erwärmung um 1,5 Grad erreicht sein, mahnt der Weltklimarat. Kinder müssen aber mit einer +3 Grad zurecht kommen, wenn sich das Klima ungebremst verändert. Im Video zeigt Bernd Fuchs dazu eine anschauliche Grafik.

Der Klima-Risiko-Index für Kinder von Unicef

Es ist logisch: Kinder werden am längsten unter den Folgen der Klimakrise leiden, obwohl sie bisher am wenigsten dazu beigetragen haben. Das UN-Kinderhilfswerk (Unicef) hatte daher im August 2021 einen Klima-Risiko-Index für Kinder veröffentlicht. Demnach ist fast jedes zweite Kind weltweit durch die Auswirkungen des Klimawandels "extrem stark gefährdet". Das sind rund eine Milliarde von 2,2 Milliarden Mädchen und Jungen rund um den Globus.

Asma, aged 7, is eagerly waiting for her life to get back to normal after 3 weeks of wait due to severe flooding of Padma river. The photo was taken at Louhajang under Munshiganj district in Bangladesh on 9 August 2020.
Die 7-jährige Asma in Bangladesh wartet nach dreiwöchigen Überschwemmungen darauf, wieder zur Normalität zurückzukommen.
© © UNICEF/UNI358094/Kiron

Klima- und umweltbedingte Gefahren und Bedrohungsstufen

Der Klima-Risiko-Index für Kinder definiert acht klima- und umweltbedingte Gefahren:

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  • Hitzewellen
  • Wirbelstürme
  • Überschwemmungen durch Flüsse
  • Überschwemmungen an Küsten
  • Wasserknappheit
  • vektorübertragene Krankheiten wie beispielsweise Malaria und Denguefieber
  • Luftverschmutzung
  • Bleibelastung


Diese werden in fünf Bedrohungsstufen von "sehr wenig gefährdet" bis "extrem stark gefährdet" zusammengefasst.

Kinder in Afrika sind besonders in Gefahr

ARCHIV - 11.06.2021, Madagaskar, Amboasary District: Kinder im Süden Madagaskars. Die schlimmste Dürre seit 40 Jahren gefährdet in dem vor Afrikas Ostküste gelegenen Inselstaat Madagaskar das Leben hunderttausender Menschen.
Hungersnot in Madagaskar: Die schlimmste Dürre seit 40 Jahren gefährdet in dem vor Afrikas Ostküste gelegenen Inselstaat Madagaskar das Leben hunderttausender Menschen.
© dpa, Tsiory Andriantsoarana, alf sei

Besonders auffällig: In den extrem stark gefährdeten Ländern leben zwar eine Milliarde Kinder, doch verursachen diese Nationen nur neun Prozent der weltweiten Emissionen. Sehr wenig gefährdet sind nur vier Länder im Norden: Island, Schweden, Finnland und Estland.

Am heftigsten betroffen sind Kinder in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, in Nigeria, Guinea und Guinea-Bissau. Deutschland liegt in dem Index der am stärksten betroffenen Länder auf Rang 142 von 163 untersuchten Nationen.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(ctr)