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Kinder ertrinken fast – Smartphones und Co. lenken Eltern im Freibad ab

Kinder ertrinken fast – Smartphones und Co. lenken Eltern im Freibad ab

Eltern, passt auf eure Kinder auf! Smartphones und Co. lenken im Schwimmbad zu sehr ab
02:21 min
Smartphones und Co. lenken im Schwimmbad zu sehr ab
Eltern, passt auf eure Kinder auf!

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Smartphones machen Eltern unaufmerksam

In deutschen Freibädern ist in diesen Wochen eine Menge los. Umso wichtiger ist es, dass Eltern ihre Kinder bei diesem Trubel immer im Blick haben. Genau das scheint allerdings zunehmend zum Problem zu werden – die Zahl der Badeunfälle steigt. Allein in Hamburg mussten innerhalb von zwei Wochen drei Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren wiederbelebt werden, für einen Fünfjährigen in Bremen kam jede Hilfe zu spät . Oft sind die Aufsichtspersonen zu sehr von Smartphones, Tablets oder anderen Geräten abgelenkt.

Kinder ertrinken oft lautlos

"Die Eltern sind mehr mit dem ganzen Drumherum beschäftigt, die Kinder häufig auf sich allein gestellt. Teilweise entfernen sie sich in Bruchteilen von Sekunden und springen oder fallen ins Wasser", so Andreas Mohr, Rettungsausbilder im Hamburger Bäderland. "Sie gehen oft unter wie ein Stein, man hört sie nicht". Diese Unfälle sind besonders tückisch, denn oft bekommen nicht mal die Personen in der nächsten Umgebung mit, dass die Kinder zu ertrinken drohen . Im Video erfahren Sie, welche Folgen das haben kann.

Schwimmflügel reichen nicht aus

Wer seinem Sprössling den Badespaß nicht vermiesen, aber trotzdem auf Sicherheit setzen will, sollte laut DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) einige Dinge beachten. So bieten etwa Hilfsmittel wie Schwimmflügel und -reifen keinen hundertprozentigen Schutz: Sie können Luft verlieren oder abgestreift werden. Gerade bei Kindern bis zu drei Jahren sollte darauf geachtet werden, dass sie sich nicht einfach wieder aufrichten, wenn sie mit dem Kopf unter Wasser geraten. Hier sollte daher immer genug Nähe geboten sein, um sofort eingreifen zu können.

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Sicherheit durch Schwimmkurse

Der Sprung ins eiskalte Becken ist ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Herzfrequenz und Blutdruck sinken dabei nämlich schnell ab, was zu Orientierungslosigkeit und im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen kann. Es empfiehlt sich also, die Kleinen vorher langsam unter der Dusche abzukühlen.

Ein weiterer Hinweis der DLRG versteht sich eigentlich von selbst, wird aber tatsächlich oft missachtet: Kinder müssen richtig schwimmen lernen! Spätestens mit fünf Jahren sollten sie Kurse besuchen, um im Wasser genügend Sicherheit zu gewinnen. Aber schon bei Babys macht es Sinn, sie frühzeitig an das kühle Nass zu gewöhnen.