Kimi Räikkönen trotz "beschissenem" Start zuversichtlich: "Fühlt sich viel besser an"

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19. April 2017 - 8:53 Uhr

Kimi Räikkönen kommt in dieser Saison nicht so wirklich in Tritt. Während Sebastian Vettel die WM anführt, steht der Finne auf Rang 4. Auch in Sakhir lief es für den Bahrain-Liebhaber nicht gut. Dennoch sieht er auch positive Entwicklungen.

Räikkönen "sehr enttäuscht" vom Qualifying

Für Räikkönen läuft es diese Saison noch nicht so wirklich rund. Während sein Teamkollege Vettel schon zwei Siege und einen 2. Platz auf dem Konto hat, fuhr der Finne zwei Mal auf Rang 4 und wurde einmal Fünfter. Auch in Bahrain, wo er schon acht Mal auf dem Podest stand, reichte es am Ende lediglich zu Rang 4.

Im Qualifying war Räikkönen gar nur auf Rang 5 gefahren - fand die Runde aber nicht so mies. "Ich würde nicht sagen, dass es schlecht war. Es hat einfach nur an kleinen Dingen gefehlt, um die Runde besser zusammen zu bekommen", verteidigte sich der 37-Jährige, der aber satte drei Zehntel hinter seinem Teamkollegen lag. Er sei auch "sehr enttäuscht" gewesen, "aber - um ehrlich zu sein - wir waren jetzt auch nicht fünf Sekunden weg".

"Ich hatte einen beschissenen Start und furchtbare erste Kurven"

Dennoch: Mit Startposition 5 machte sich Räikkönen das Leben selbst schwer. "Wir müssen weiter vorne starten, dann werden unsere Rennen auch viel leichter", so Räikkönen zu 'Motorsport-Magazin.com'. "Ich hatte einen beschissenen Start und furchtbare erste Kurven deshalb."

Max Verstappen zog direkt an dem Ferrari vorbei, Felipe Massa folgte kurz darauf. Zwar schnappte sich Räikkönen den Williams schnell wieder und profitierte vom Ausfall des Holländers, doch dann kam das Safety Car. "Ich hatte etwas Pech mit dem Safety Car", so der Finne. "Kimi wurde beim Start im Verkehr aufgehalten und dann hat ihm das Safety Car ganz gewiss nicht geholfen", pflichtete ihm Maurizio Arrivabene bei.

Räikkönen: "Sind auch eine Menge guter Dinge passiert"

Denn plötzlich fand sich Räikkönen wieder hinter Massa ein - und brauchte diesmal länger, um vorbeizukommen. "Schon beim ersten Mal war es etwas schwierig, ihn zu überholen. Beim zweiten Mal hat es sich noch schwieriger angefühlt. Am Ende habe ich es geschafft, ihn zu überholen. Aber es dauerte eben etwas, denn die Williams sind auf der Geraden sehr schnell", so Räikkönen, der nach seinem Überholmanöver sieben Sekunden Rückstand auf Valtteri Bottas hatte.

"Ab diesem Punkt war ich dann ein bisschen hintendran. Aber dann sind auch eine Menge guter Dinge passiert. Das Auto hat ziemlich gut funktioniert und das habe ich auch erwartet, ehrlich gesagt", lobte Räikkönen. Rang 4 sei "immer noch enttäuschend, aber es fühlt sich insgesamt viel besser an. Ich konnte viel schneller fahren", so der 37-Jährige. Der 'Iceman' ist also bereit für die nächsten Rennen - und will endlich wieder aufs Podest!