Kimi macht Kumpel Vettel lang

Im Badminton ist Sebastian Vettel dem Finnen Kimi Räikkönen zwar unterlegen, dafür gewann er beim Puzzle-Duell.
© Lukas Gorys

14. April 2012 - 10:22 Uhr

Sie haben beide den WM-Titel eingefahren, haben die gleichen Interessen und mögen sich - der Deutsche Sebastian Vettel und der Finne Kimi Räikkönen sind in vielerlei Hinsicht auf einer Wellenlänge.

Vor dem Großen Preis von China bat RTL die beiden Formel 1-Piloten zum Interview und zum Wettkampf der etwas anderen Art. Denn zunächst sollten sich die beiden beim Tischkickern und beim Puzzeln ein wenig warm spielen und duellieren. In beiden Disziplinen erwies sich der aktuelle Weltmeister als Sieger.

"Mir gefällt, dass er sehr ehrlich ist", so begründete Sebastian Vettel seine Sympathien für Räikkönen. "Er war schon immer so. Er ist gerade aus. Man trifft sehr viele Menschen. Manche sind gut, manche sind schlecht. Aber Ehrlichkeit ist eine gute Eigenschaft. Zumindest ist es mir besonders wichtig. Und Kimi ist ein besonders ehrlicher Mensch. Er ist ein guter Kerl." Der so Gelobte wollte sich da nicht lumpen lassen und entgegnete knapp: "Ja, das geht mir genauso. Er ist ein netter Kerl."

Kimi: Kein Platz für Frauen

Auch beim Kickern hatte Sebastian Vettel gegen Kimi Räikkönen die Nase vorn.
Auch beim Kickern hatte Sebastian Vettel gegen Kimi Räikkönen die Nase vorn.
© Lukas Gorys

Überhaupt, so Vettel, verbringe er gerne Freizeit mit seinem finnischen Kollegen: "Mit Kimi komme ich sehr gut klar. Wenn die Zeit es erlaubt, spielen wir Badminton. Letztes Jahr waren wir beide sehr beschäftigt, da hat es nicht geklappt. Wir haben nur einmal gespielt und da habe ich wieder verloren."

Doch nicht nur Räikkönen im besonderen, sondern die Finnen im allgemeinen haben es Vettel angetan: "Ich mag ihre Kultur. Das sind sehr ehrliche Menschen. Sie sind geradeaus. Sie reden vielleicht nicht so viel wie wir. Aber sie sind ehrlich mit dem was sie sagen. Es gibt einige die viel reden und wenig handeln. Finnen handeln mehr als nur Worte auszusprechen."

Warum sich Räikkönen – genau wie Vettel – nur ganz selten von seiner Freundin zum Rennen begleiten lässt? "Es gibt nicht viel zu sehen. Du sitzt den ganzen Tag und liest Zeitschriften, trinkst Kaffee. Es ist ziemlich langweilig. Mir würde es nicht gefallen den ganzen Tag nichts zu tun. Da gibt es bessere Sachen, die man mit seiner Zeit anfangen kann."