Nordkoreas Machthaber stellt Ultimatum

Kim Jong Un zu drittem Treffen mit Donald Trump bereit – unter einer Bedingung

© dpa, Evan Vucci, hpl

13. April 2019 - 9:10 Uhr

USA sollen bis Jahresende Vorschlag vorlegen

Im Streit um sein Atomwaffenprogramm hat sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un prinzipiell zu einem dritten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump bereit erklärt. Allerdings stellte Kim ein Ultimatum: Die USA müssten einen fairen und für beide Seiten akzeptablen Vorschlag für ein Abkommen vorlegen. Bis Ende dieses Jahres wolle er geduldig auf eine "mutige Entscheidung" der USA warten, wurde Kim am Samstag von den Staatsmedien zitiert. Er sprach dabei am Freitag bei einer Sitzung der Obersten Volksversammlung, Nordkoreas Parlament.

Mit der Festlegung einer Frist will die kommunistische Führung in Pjöngjang die USA offenbar stärker unter Druck setzen. Sechs Wochen nach dem gescheiterten zweiten Gipfel mit Trump in Vietnam warf Kim in seiner Rede den USA vor, mit einseitigen Forderungen sein Land zur Aufgabe des Atomprogramms zwingen zu wollen.

Auch Donald Trump hält weiteres Gipfeltreffen mit Kim Jong Un für möglich

Erst am Donnerstag hatte sich auch Donald Trump zu den bisherigen Treffen mit Kim geäußert und einen dritten Gipfel für möglich erklärt. Die beiden bisherigen Gipfel seien "sehr produktiv" gewesen, sagte Trump bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Washington.

Trump und Kim hatten sich erstmals im Vorjahr in Singapur getroffen. Ein zweiter Gipfel zwischen Trum und Kim folgte Ende Februar in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Doch die Gespräche wurden vorzeitig abgebrochen, wie unser Video oben zeigt.  Beide Seiten konnten sich nicht über den Abbau der nordkoreanischen Atomwaffen einigen. Die nordkoreanische Seite verlangte insbesondere eine Aufhebung eines Großteils der Sanktionen.

Streit um Nordkoreas Atomwaffenprogramm

Nordkorea leidet unter den Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA. Die US-Regierung will die Sanktionen jedoch beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomwaffenprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist.