Menschenmassen trotz steigender Corona-Zahlen

Kilometerlange Staus erschweren den Weg zur Ostsee

Trotz steigender Corona-Zahlen: Rappelvoller Strand in Kühlungsborn.
© deutsche presse agentur

02. August 2020 - 14:54 Uhr

Trotz steigender Corona-Zahlen: Menschenmassen strömen an die Ostsee-Strände

Trotz steigender Corona-Zahlen im ganzen Land: Die Aussicht auf eine Erfrischung bei sommerlichen Temperaturen hat am Samstagmorgen zahlreiche Kurzurlauber an die Ostsee gelockt. Die Folge: Dichtes Gedränge an den Stränden und kilometerlange Staus auf den Autobahnen. Schon zur Mittagszeit warnte die Polizei Kurzentschlossene und Nachzügler davor, ebenfalls noch den Weg an die Küste anzutreten.

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Polizei: "Die Verkehrslage ist katastrophal!"

Sommerliche Temperaturen bis zu 28 Grad haben am Wochenende zahlreiche Kurzurlauber zur Erfrischung an die Ostsee gelockt und zu kilometerlangen Staus auf den Autobahnen geführt. Am Samstag warnte die Polizei Kurzentschlossene und Nachzügler schon zur Mittagszeit davor, ebenfalls noch den Weg an die Küste anzutreten. "Die Verkehrslage auf der A 1 ist katastrophal. Wer jetzt noch Richtung Ostsee losfährt, muss selbst wissen, was er sich antut", sagte ein Sprecher der Polizei.

Polizei warnt vor Gedränge an Strandpromenaden

Zwischendurch staute sich der Verkehr auf bis zu 17 Kilometern, auch auf dem restlichen Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Lübeck war tagsüber durchgängig mit stockendem Verkehr zu rechnen. Auch an den Küsten selbst kam es wegen der vielen Besucher zu langen Wartezeiten: Gegen 12 Uhr waren in der Lübecker Bucht nach Angaben der Polizei schon nahezu alle Parkplätze belegt.

Auch die Strände, wie beispielsweise in Timmendorf an der Seebrücke oder in Scharbeutz, waren zu dieser Zeit bereits stark ausgelastet. "Das Kontingent ist aufgebraucht, mehr geht nicht", sagte eine Polizeisprecherin des Lagedienstes Schleswig-Holstein am Samstag. Neben dem Aufruf, auf einen Strandbesuch zu verzichten, mahnte die Polizei zudem Urlauber zur Vorsicht. So lasse sich an den engen Strandpromenaden kaum kontrollieren, ob die Bestimmungen wie der Mindestabstand eingehalten werden.

Wer sich einen Platz an der Strandpromenade sichern konnte, entspannte sich auf dem eigenen Handtuch - oder suchte die Erfrischung in der rund 18 Grad kühlen Ostsee.

Am Sonntag führten vergleichsweise niedrige Temperaturen, dichte Wolken und vereinzelter Nieselregen dazu, dass der Ansturm auf die Küste deutlich abflaute. Wie die Polizei mitteilte, kam es auf den Autobahnen zur Ostseeküste bis zur Mittagszeit zu keinerlei Staus oder sonstigen Verkehrsbehinderungen. Auch die Strände, etwa in der Lübecker Bucht oder in der Eckernförder Bucht, waren deutlich leerer als noch am Vortag.

Quelle: DPA

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