Riesen-Erfolg gegen Cybercrime

BKA zerschlägt Infrastruktur der weltweit gefährlichsten Schadsoftware Emotet

Symbolbild Finanzbetrug Computerkriminalität
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27. Januar 2021 - 13:59 Uhr

Jahrelange Ermittlungen mit Happy End

Seit August 2018 ermitteln das Bundeskriminalamt und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) gegen die als weltweit am gefährlichsten geltenden Schadsoftware "Emotet". Jetzt endlich mit Erfolg: Das BKA meldet, dass deutsche Ermittler die Infrastruktur übernommen und zerschlagen haben. Emotet hatte in Deutschland neben Computern zehntausender Privatpersonen auch eine hohe Anzahl von IT-Systemen von Unternehmen, Behörden und Institutionen infiziert.

Bedeutender Schlag gegen die Internetkriminalität

Beteiligt an den Ermittlungen waren auch Strafverfolgungsbehörden aus den Niederlanden, der Ukraine, Litauen, Frankreich sowie England, Kanada und den USA mit Unterstützung von Europol und Eurojust. Für ZIT und BKA stellt das Zerschlagen der Emotet-Infrastruktur einen wichtigen Schlag gegen die international organisierte Internetkriminalität und zugleich eine wesentliche Verbesserung der Cybersicherheit in Deutschland dar.

Alle Antiviren-Programm machtlos gegen Emotet

Ein Klick auf eine E-Mail, die aussieht, als sei sie von einem Kollegen – und schon ist Emotet drin im Cybercrime-Schlaraffenland! Emotet gilt als eine der zerstörerischsten Gefahren für Unternehmens-IT. Betroffen von den immensen Schäden waren zum Beispiel das Klinikum Fürth, das Kammergericht Berlin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und die Stadt Frankfurt am Main." Der Emotet-Trojaner zwingt Unternehmen in die Knie – teilweise bis zur Insolvenz. Seit 2014 kursiert die Schadsoftware unter anderem als Mailanhang und entwickelt sich ständig weiter, sodass bisher kein Antivirenprogramm vor allen Angriffen zuverlässig schützen konnte.