Ki.Ka-Prozess: Angeklagter gesteht Millionenbetrug

13. Februar 2016 - 10:40 Uhr

Der im Ki.Ka-Prozess angeklagte ehemalige Herstellungsleiter hat den Millionenbetrug gestanden. Als Grund gab er vor dem Landgericht Erfurt seine massive Spielsucht und die Arbeitssituation beim Kinderkanal an. "Ich bedaure zutiefst, dass ich das Vertrauen meiner Mitarbeiter und Vorgesetzten missbraucht und meinen Freunden und der Familie nicht von den Problemen erzählt habe", sagte der 43-Jährige zum Prozessauftakt.

Die Anklage wirft ihm vor, er habe von 2005 bis 2010 Rechnungen von rund 4,6 Millionen Euro ohne Gegenleistung zur Zahlung an eine Berliner Produktionsfirma angewiesen. Das Geld soll er sich mit der Firma geteilt haben. Der Ki.Ka ist ein Gemeinschaftsprojekt der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF und wird aus Rundfunkgebühren finanziert.