16. Mai 2019 - 15:42 Uhr

Teilsieg für einen Mann, der Kevin Spacey eines gewalttätigen Übergriffs bezichtigt: Die Identität des Masseurs muss nicht öffentlich gemacht werden.

Kevin Spacey (59) steckt schon seit längerem in der Klemme. Gleich mehrere Männer werfen dem Schauspieler ('House of Cards') vor, sie sexuell bedrängt zu haben. Einer der Ankläger hat jetzt einen Teilsieg vor Gericht errungen: Er darf anonym bleiben, während er seinen Fall vorantreibt.

Was passierte im Haus in Malibu?

'Variety' vermeldete am Mittwoch 15. Mai, dass die Identität des Klägers nicht preisgegeben werden muss. Die Anonymität wurde von einem Bundesanwalt gewährt. Von dem Kläger ist lediglich bekannt, dass es sich um einen Masseur handelt. Dieser hatte bereits im letzten Jahr Klage gegen Kevin Spacey eingereicht. Er wirft dem Oscar-Gewinner vor, ihn während einer Massage-Session in einem Privathaus in Malibu zu sexuellen Handlungen gedrängt zu haben. So habe der Star versucht, ihn zu küssen und ihn gezwungen, seine Genitalien zu berühren.

Kevin Spaceys Kläger fürchtet die Medien

Mit der Entscheidung sind Kevin Spaceys Anwälte in ihrem Bemühen gescheitert, die Klage abzuweisen. Sie hatten Protest eingelegt, da die Anschuldigungen anonym eingereicht worden waren. Doch Richter Ronald Lew sah ausreichend Grund, das vermeintliche Opfer zu schützen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kläger bedrängt und bedroht wird, ist durch den Promi-Status des Beklagten und die damit verbundene Aufmerksamkeit der Medien gegeben", befand der Rechtsvertreter. Dass der Name des Masseurs zu einem späteren Zeitpunkt doch noch öffentlich gemacht wird, ist damit jedoch nicht ausgeschlossen. Der Klage gegen Kevin Spacey würde das jedoch keinen Abbruch tun.

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