Keine Beute trotz Profiausrüstung

Kernbohrung in den Banktresor – filmreifer Einbruchsversuch scheitert

Einbruch in Hamburger Bankfiliale mit großem Bohrer
Einbruch in Hamburger Bankfiliale mit großem Bohrer
© dpa, -, lop

26. Oktober 2020 - 17:26 Uhr

Das hatten sich die Panzerknacker wohl anders vorgestellt

Ausgerüstet mit einem Industrie-Kernbohrer wollten die Einbrecher am Samstagabend den Tresor einer Sparkassenfiliale in Hamburg-Altona knacken. Sogar eine Wasserzufuhr hatten sie extra gelegt, um ihr Baustellengerät fachmännisch zu kühlen. Am Ende blieben die Panzerknacker aber ohne Beute. Und ihr teures Arbeitsgerät wurde von der Polizei sichergestellt.

Da waren wohl Profis am Werk

Laut Polizei verschafften sich die Einbrecher über eine Stahltür Zugang zur Sparkassenfiliale. Dort schafften es die Täter, weitere schwere Türen gewaltsam zu öffnen, bis sie schließlich vor dem Tresor standen. Dort versuchten sie mit ihrem massiven Kernbohrer durch die Wand einen Zugang zum Tresor zu bohren. "Diese Professionalität, die dahintersteht, ist schon einmalig", sagt Polizeisprecherin Sandra Levgrün.

Gescheitert am Baustellenlärm?

Offensichtlich hatten die Einbrecher aber nicht damit gerechnet, dass eine Putzkraft im Gebäude sein würde. Laut Polizei bemerkte sie die Tat und alarmierte den Sicherheitsdienst. Als die Polizei eintraf, waren die Panzerknacker aber bereits geflüchtet. Ihren Industriebohrer haben sie zurückgelassen.

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Polizei sucht Zeugen

Bislang ist noch völlig unklar, wer hinter dem filmreifen Einbruchsversuch steckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es mehrere Täter sind und dass sie vermutlich ein Fahrzeug benutzt haben, um ihr schweres Gerät zu transportieren. Wer Hinweise geben kann, soll sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder an einer Polizeidienststelle melden. Ermittelt wird jetzt auch, warum die Alarmanlage der Sparkassenfiliale nicht auslöste.