Verdacht auf Lebensmittelvergiftung

Kentucky-Fried-Chicken-Gäste im Krankenhaus: Das Frittierfett war schuld!

20. März 2019 - 16:38 Uhr

Im Video: Aufnahmen vom Großeinsatz an der A1

In Kamen (Nordrhein-Westfalen) haben sich mehrere Gäste des Schnellrestaurants "Kentucky Fried Chicken" (KFC) möglicherweise eine Lebensmittelvergiftung eingehandelt. Fünf von ihnen kamen am Abend vorsorglich in ein Krankenhaus, konnten es aber schnell wieder verlassen. Jetzt gab die Veterinärbehörde des Kreises Unna bekannt, dass offenbar mit dem Frittierfett etwas nicht stimmte.

"Stark abweichende Sensorik des Frittierfettes"

Mehrere Kunden hatten "Hot Wings" verzehrt und den seltsamen Geschmack ihres Essens beim Hähnchen-Lokal bemängelt. Übereinstimmend hätten die Gäste auch über einen stark abweichenden Geruch des Produktes berichtet. Noch in der Nacht wurde das an der A1 gelegene Restaurant in der Nähe von Dortmund geschlossen. Wie die Lokalseite "kamen-web" berichtet, musste sich ein Gast im Lokal übergeben. Es wurde Großalarm für die Feuerwehr ausgelöst, mehrere Rettungswagen und Notärzte waren im Einsatz.

Ein dreiköpfiges Team der Veterinärbehörde hat die Lebensmittel, die Betriebshygiene, die Personalhygiene (z.B. Gesundheitszeugnisse) und die Eigenkontrollen untersucht. Tatsächlich konnte dabei "eine stark abweichende Sensorik (Geruch, Aussehen) des Frittierfettes" festgestellt werden. Das Amt ordnete die Entsorgung des Fettes und die Reinigung der Fritteuse an, der Betrieb konnte gegen Mittag wieder aufgenommen werden.

Nun muss ein Labor überprüfen, ob das Fett einfach nur alt, ranzig oder sogar mit Keimen belastet war. Proben werden zur chemischen und mikrobiologischen Untersuchung in das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen nach Hagen und Arnsberg geschickt. Danach werde die Veterinärbehörde über weitere Maßnahmen entscheiden.