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Kenia: Zahl der Todesopfer in Garissa steigt

Kenia: Zahl der Todesopfer in Garissa steigt

Hilfskräfte tragen Sarg mit Todesopfer
Hilfskräfte bergen Todesopfer nach dem Anschlag auf die Universität von Garissa.
dpa, Dai Kurokawa

166 Studenten immer noch vermisst

Eine Woche nach dem blutigen Terrorangriff auf die Universität von Garissa im Osten Kenias ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 152 gestiegen. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Studenten. "Die Zahl könnte weiter steigen, da noch nicht alle Studenten gefunden und nicht alle Leichen identifiziert wurden", sagte der Sprecher des kenianischen Innenministeriums, Mwenda Njoka. Zuvor hatte die Regierung lange von 147 Toten gesprochen.

Jedoch gebe es noch immer Familien, die ihre Söhne und Töchter als vermisst gemeldet hätten. In sozialen Netzwerken kursierten Gerüchte, wonach die Zahl der Opfer noch viel höher sein könnte. "Laut einem Dozenten der Universität Garissa sollen mindestens 317 Studenten tot sein. Die Regierung lügt", twitterte der kenianische Blogger Robert Alai.

Am Mittwoch hatten Professoren der Hochschule die Befürchtungen bestätigt und erklärt, dass 166 Studenten noch vermisst würden. "Wir befürchten, dass sie von Al-Shabaab gekidnappt wurden", sagte ein Sprecher der Universität. Die islamistische Terrormiliz hatte sich zu dem Terrorakt bekannt. Die Gruppe fordert den Abzug kenianischer Truppen aus Somalia.