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Kellner (Grüne) zur K-Frage der Union: „Aus diesem Zweikampf geht niemand als Sieger hervor"

RTL/ntv "Frühstart"

Kellner (Grüne) zur K-Frage der Union: „Aus diesem Zweikampf geht niemand als Sieger hervor."

Michael Kellner (Grüne)
Michael Kellner will bei der Bundestagswahl mit den Grünen stärkste Kraft werden.
deutsche presse agentur

Der Bundesgeschäftsführer der Grünen über den Zweikampf zwischen Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU): "Die Union hat sich da ziemlich zerlegt.“

Nachdem der CDU-Bundesvorstand sich mehrheitlich für Parteichef Armin Laschet ausgesprochen hat, sollte ihm die Kanzlerkandidatur nicht mehr zu nehmen sein . Doch Michael Kellner (Grüne) will sich bei der K-Frage der Union noch nicht festlegen. Im RTL/ntv-Frühstart sagt der Bundesgeschäftsführer der Grünen: „Die Union hat in den letzten Tagen so viele Pirouetten gedreht, dass ich es einfach nicht weiß.“

Sicher ist sich Kellner aber darüber, dass der Machtkampf zwischen Söder und Laschet der Union sehr geschadet hat. „Aus diesem Zweikampf geht niemand als Sieger hervor. Die Union hat sich da ziemlich zerlegt.“, so der Grünen-Politiker.

Grüne wollen ins Kanzleramt. Kellner: „Wir versuchen das Unwahrscheinliche möglich zu machen und die Union zu schlagen."

Während die Union noch keinen offiziellen Spitzenkandidaten haben, haben die Grünen mit Annalena Baerbock bereits ihre Kanzlerkandidatin gekürt . Kellner ist überzeugt, mit Baerbock die richtige Kandidatin zu haben und schaut selbstbewusst auf die Bundestagswahl. „Wir fordern die Union heraus. Wir versuchen das Unwahrscheinliche möglich zu machen und die Union zu schlagen.“, so Kellner.

Angesprochen auf mögliche Koalitionen, hebt Kellner die inhaltliche Nähe zu den Sozialdemokraten hervor. „Die größte Schnittmenge haben wir eindeutig mit der SPD. Wenn Sie mich fragen würden, was meine Lieblingsoption wäre, dann würde ich sagen Grün-Rot.“, so der Grünen-Politiker.

"Die schwarze Null halte ich für falsch. Der Staat sollte jetzt mehr Schulden aufnehmen."

Dass Baerbock ohne Regierungserfahrung ins Rennen geht, hält Kellner für kein Problem: „Wenn wir uns anschauen, wie die aktuelle Regierung regiert, zeigt das auch, dass Regierungserfahrung nicht alles ist.“

Die Grünen wollen aber nicht nur mit ihrer Kandidatin, sondern auch mit ihrem Wahlprogramm überzeugen. Dieses Programm umfasst viele Investitionen und Neuschulden. Auf die Frage, wer das am Ende alles bezahlen soll, sagt Kellner: „Dieses Geld sollte aus einer reformierten Schuldenbremse kommen. Die schwarze Null halte ich für falsch. Der Staat sollte jetzt mehr Schulden aufnehmen, um das für Investitionen zu nutzen, denn er zahlt ja faktisch keine Zinsen.“