"Keiner wird diese Männer aufhalten" – So arbeiten die Menschenschlepper in Nigeria

05. Oktober 2017 - 23:44 Uhr

So sieht der Alltag der Schlepper in Nigeria aus

Viele Asylbewerber, die nach Deutschland kommen, stammen aus Nigeria. Eine Chance, als Flüchtling anerkannt zu werden, haben die wenigsten von ihnen. Trotzdem zieht es viele nach Europa. Davon profitieren vor allem die Schlepper. RTL-Reporterin Nicole Macheroux-Denault hat zwei Männer begleitet, die ihr Geld damit verdienen, Menschen zu schmuggeln. Wie der Alltag dieser Menschen aussieht, sehen Sie im Video.

Weil sie in Nigeria keine Perspektive haben, wollen viele einfach nur weg. "Es gibt keine Jobs hier. Wir haben nichts zu essen. Und es gibt auch niemanden, der uns eine Ausbildung ermöglicht", erzählt einer der Flüchtlinge, den die Schlepper von Kano im Norden von Nigeria nach Agadez in Niger bringen. Auf dieser Etappe hat die Reporterin die Menschenschmuggler begleitet.

Das Geschäft lohnt sich. Umgerechnet bis zu 100 Euro müssen die Flüchtlinge den Schleusern pro Fahrt zahlen – das ist in Nigeria eine Menge Geld. Und der Strom der Menschen, die jenseits des Mittelmeers ihr Glück suchen, reißt nicht ab.