Keine Sturmschäden an Niedersachsens Küste

Ein Mann spaziert über den Strand unterhalb der Abbruchkante der letzten Sturmflut. Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa/Archivbild
Ein Mann spaziert über den Strand unterhalb der Abbruchkante der letzten Sturmflut. Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa/Archivbild
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24. September 2021 - 9:42 Uhr

Hannover/Cuxhaven (dpa/lni) - Der erste Herbststurm hat an der niedersächsischen Nordseeküste zunächst keine Schäden angerichtet. Weder bei der Feuerwehr in Cuxhaven noch in Wilhelmshaven, Bremerhaven, Emden oder im Landkreis Aurich habe es bisher wetterbedingte Einsätze gegeben, berichteten die jeweiligen Leitstellen am Freitagmorgen. Allerdings mussten Helfer Spaziergänger aus einer misslichen Lage befreien. In der Nähe von Verden spielte starker Wind offensichtlich zudem bei einem Bahnunfall eine Rolle.

Auf Norderney kam die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag Wanderern zu Hilfe, denen das Hochwasser den Rückweg abgeschnitten hatte. Sie hätten sich trotz des stürmischen Wetters auf den Weg in den Osten der Insel gemacht, teilte die Feuerwehr mit. Durch die Sturmböen überspülte das Wasser einige flache Bereiche. Insgesamt zehn Menschen wurden mit Geländefahrzeugen in Sicherheit gebracht.

Zwischen Verden und Rotenburg kollidierte ein Regionalzug mit einem umgestürzten Baum. Wie unter anderem der NDR meldete, wurde bei dem Unfall bei Kirchlinteln niemand verletzt - die Feuerwehr musste demnach jedoch gut 20 Passagiere aus den Waggons holen. Sie seien anschließend zu einem Bus gebracht worden, der Zug habe nicht weiterfahren können. In Dorum (Kreis Cuxhaven) wurde einem Bericht zufolge der Parkplatz eines Campingplatzes überschwemmt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Donnerstag vor Sturmböen an der Küste mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde gewarnt, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hatte eine Sturmflutgefahr an der Nordseeküste gesehen. Am Freitagmorgen bestanden diese Warnungen nicht mehr. Laut DWD ist aber auch weiterhin starker Wind möglich.

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Quelle: DPA