22. Mai 2019 - 22:36 Uhr

WM-Endrunde 2022 weiter mit 32 Mannschaften

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist mit seinem Plan, schon in Katar 2022 eine Mega-WM mit 48 Mannschaften einzuführen, gescheitert. Die Option einer Erweiterung des Turniers werde nicht weiterverfolgt, teilte der Weltverband mit. Zuvor hatte die "Times" davon berichtet.

Aufstockung erst im Jahr 2026

"Nach einem gründlichen und umfassenden Konsultationsprozess unter Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen wurde der Schluss gezogen, dass unter den derzeitigen Umständen ein solcher Vorschlag nicht umgesetzt werden kann", hieß es in einer FIFA-Mitteilung.

Daher werde dem am 5. Juni in Paris tagenden FIFA-Kongress auch kein Szenario mit einer 48er-WM unterbreitet. Der Schweizer Infantino hatte sich höchstpersönlich für eine Aufstockung des WM-Turniers stark gemacht. Davon hatte er sich zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe versprochen. Doch eine Ausdehnung auf 48 Teams hätte große Probleme bereitet. Die geplante Infrastruktur ist auf das kleinere Format ausgelegt und ließe sich nicht mehr anpassen. Katar hätte sich also Co-Gastgeber ins Boot holen müssen.

(190517) -- Doha, May 17, 2019 -- General view outside the Al Wakrah Stadium before its inauguration ceremony at Al Wakrah in Doha, capital of Qatar, on May 16, 2019. Qatar inaugurated its first newly-built Al-Wakrah Stadium for the 2022 FIFA World C
Vor wenigen Tagen wurde das Al Wakrah Stadium, der erste Stadion-Neubau für die WM 2022, in Doha eröffnet. Damit ist das zweite von insgesamt acht Arenen für die kommende WM fertig
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Katar hat das letzte Wort

Weil die Nachbarn Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate (VAE) aber mit dem Wüstenstaat verfeindet sind und ihn blockieren, kämen dafür nur Kuwait oder Oman in Frage - und diese hätten innerhalb kürzester Zeit Pläne für ein Großturnier vorlegen müssen. Insgesamt sind bisher zwei von acht geplanten Arenen spielbereit. Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere folgen und spätestens bis 2021 alle fertig sein, wie Cheforganisator Nassir al-Chatir verspricht. Nach dem Turnier wird die Kapazität mehrerer Arenen reduziert. Alle Stadien können auch bei größter Hitze auf angenehme Temperaturen heruntergekühlt werden.

Schon am vergangenen Wochenende hatte Hassan al-Thawadi, der Generalsekretär des katarischen Organisationskomitees, klargemacht, dass es in Sachen Co-Gastgeber keinen Alleingang der FIFA geben werde. "Eine Entscheidung wird in enger Abstimmung zwischen FIFA und Katar getroffen. Es hängt von unserer Bereitschaft ab", sagte al-Thawadi.

Erst 2026 mit 48 Teams

Wie bereits beschlossen, wird beim übernächsten Turnier 2026 in den USA, Kanada und Mexiko das Teilnehmerfeld aber auf 48 steigen.