Keine Lust mehr auf Facebook und Co.: Immer mehr begehen virtuellen Suizid

17. Oktober 2013 - 11:48 Uhr

Hunderte Facebook-Aussteiger befragt

Wer heutzutage kein Facebook-Profil hat, wird schon mal schräg angeguckt. Doch die Lust auf die Nummer eins unter den sozialen Netzwerken scheint nachzulassen: Immer mehr User löschen ihre Profile - vor allem die Männer. Das hat eine aktuelle Studie der Uni Wien ergeben. Doch warum begehen viele den sogenannten Selbstmord der virtuellen Identität?

Für die Studie wurden hunderte Facebook-Aussteiger befragt. Vor allem Nutzer, die zu Suchtverhalten neigen, sind überraschenderweise unter den Facebook-Flüchtigen. Aber auch andere Gründe sind ausschlaggebend. "In der Tat war es auch so, dass 50 Prozent der Leute, die Facebook verlassen, tatsächlich auch als Grund oder als Motiv angegeben haben, dass sie mit Aspekten der Privatsphäre, so wie sie Facebook handhabt, nicht zufrieden sind. Viele Aspekte wurden auch genannt im Zusammenhang mit Freundschaften. Diese wurden als nicht so stark empfunden", sagt Dr. Stefan Stieger von der Uni Wien.

Auch Facebook-Aussteiger Sven Oppermann meint: Familie und reelle Freund sind wichtiger als Facebook. "Es ist viel angenehmer und auch viel interessanter, sinnvoll die Zeit mit der Familie zu nutzen. Auf jeden Fall besser als immer nur auf den Monitor zu starren."