Erfurt

Kein Regenbogenlicht auf Landtagshochhaus

Regenbogenflagge
Eine Regenbogenflagge weht im Wind.
Federico Gambarini/dpa/Symbolbild

Wegen der Energiekrise wird in diesem Jahr das Landtagshochhaus in Erfurt nicht in den Regenbogenfarben angestrahlt - allerdings wird zum dritten Mal die Regenbogenfahne als Zeichen der Solidarität gehisst. Dies teilte die Landtagsverwaltung am Dienstag mit. Für den Abend ist ein Empfang für das Thüringer Bündnis rund um den Christopher Street Day (CSD) vorgesehen, zu dem Landtagspräsidentin Birgit Pommer und Ministerpräsident Bodo Ramelow (beide Linke) erwartet werden.

Menschen, die sich in all ihrer Vielfalt im Dialog begegnen, machen diesen Freistaat stark, sagte Pommer der Mitteilung zufolge. Nur ein buntes Thüringen sei ein lebenswertes Thüringen. Selbstbestimmtes Leben und Lieben haben einen festen Platz in unserer Gesellschaft. Mit den Farben des Regenbogens setze das CSD-Bündnis seit vielen Jahren ein Zeichen für Gleichberechtigung, Toleranz und die Rechte von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung.

Ramelow sagte laut der Mitteilung, mit Blick auf die zunehmende Verbreitung menschenfeindlicher Weltbilder sei es besonders wichtig, öffentlich einzustehen für die Akzeptanz der diversen Lebensweisen, für die Freiheit der individuellen sexuellen und geschlechtlichen Identität und gegen jede Form von Diskriminierung und Benachteiligung.

Am 27. August findet der Thüringer CSD mit Demonstrationen und Veranstaltungen in Erfurt statt. Zurück geht die Bewegung auf ein Ereignis Ende Juni 1969. Polizisten in New York stürmten eine Bar in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.