Kein Fahrverbot: Autobauer setzen nach Diesel-Gipfel auf neue Software

02. August 2017 - 21:15 Uhr

Mehr als fünf Millionen Fahrzeuge betroffen

Der Diesel-Gipfel hat immerhin ein kleines Ergebnis gebracht. Nach dem Treffen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) mit Bund und Ländern, teilte der VDA mit: Mehr als fünf Millionen Dieselautos in Deutschland sollen mit einer neuen Software versehen werden und dadurch weniger Schadstoffe ausstoßen.

Kein Wort über Hardware-Nachrüstungen

Unter den betroffenen Fahrzeugen sind allein 2,5 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, für die schon Abgas-Nachbesserungen angeordnet wurden. Es handele sich um Fahrzeuge der Emissionsklasse Euro 5 und teilweise Euro 6. Die Maßnahmen seien freiwillig und deckten einen Großteil dieser moderneren Flotten bei den deutschen Herstellern ab. Ungefähr 8,6 Millionen Fahrzeuge aus diesen Klassen sind derzeit in Deutschland insgesamt zugelassen. Zu den geforderten Hardware-Nachrüstungen äußerte sich der VDA nicht.

Keine Kosten für Fahrzeughalter

Ziel sei eine durchschnittliche Stickoxid-Reduzierung von 25 bis 30 Prozent der nachgerüsteten Fahrzeuge. Studien zeigten, dass damit die Schadstoffbelastung mindestens genauso stark reduziert werden könne wie durch Fahrverbote, hieß es beim VDA. "Wir begrüßen, dass Bundesregierung und Länder der Vermeidung von generellen Fahrverboten Priorität einräumen."

Angeboten werden die Nachrüstungen von BMW, Daimler, Opel und Volkswagen. Für die Halter würden keine Kosten entstehen. Die Aktion soll auch keinen Einfluss auf Motorleistung, Verbrauch oder Lebensdauer haben.

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BMW will Umweltprämie zahlen

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Vor dem Treffen in Berlin hatte die Politik mehr Bewegung bei den Herstellern gefordert. "Die Automobilindustrie ist sich bewusst, dass sie erheblich an Vertrauen verloren hat", räumte der Verband ein. BMW, Daimler und VW wollen sich an einem geplanten Fonds des Bundes für umweltfreundliche Mobilität in Städten beteiligen.