Auch Bitter schwächelt

Keeper noch nicht in EM-Form: Deutschland hofft auf den bösen Wolff

Germany v Iceland - International Handball Friendly
© Bongarts/Getty Images, Bongarts

14. Januar 2020 - 19:28 Uhr

Wolff im Formtief

Es ist nicht lange her, da hatte Handball-Europa Angst vorm bösen Wolff. Das war beim Handball-Märchen 2016, als Deutschland sich durch Europa pflügte und am Ende den EM-Titel holte. Der deutsche Nationalkeeper, Andreas Wolff, trieb die Gegner mit seinen Reflexen in den Wahnsinn. Bei der EM 2020 läuft es für die Tor-Kante aber mal so gar nicht.

Noch keine Märchen-Zahlen

Zum Zitter-Abschluss der Vorrunde gegen Lettland bekam Wolff nicht einen Ball an die Tatzen. Schon gegen Spanien hatte er nur einen einzigen der insgesamt 16 Würfe auf sein Tor pariert. Nur im ersten Vorrundenspiel gegen Holland überzeugte Wolff mit 41 Prozent gehaltener Bälle.

Prokop enttäuscht, aber voller Hoffnung

"Er hat sich mit Sicherheit einen anderen Job vorgestellt", sagt Bundestrainer Christian Prokop. Er hatte durch Wolffs Einwechslung in Hälfte zwei gegen Lettland darauf gehofft, "dass er uns noch einmal ein, zwei Paraden gibt, sodass wir sicherer in die Schlussphase kommen." Am Donnerstag geht es für die Deutschen in der Hauptrunde in Wien gegen Weißrussland weiter. "Ich mache mir keine Sorgen", sagt Prokop mit Blick darauf. "Wenn wir unsere Abwehr- und Torhüterleistung wieder auf ein richtig gutes Niveau bringen, dann ist es schwer, uns zu schlagen."

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Bitter: Auch Bitter schwächelt

Das Problem: Auch Johannes Bitter fischte gegen die Letten nur 19 Prozent der Würfe aufs Tor weg. "Es gab Höhen und Tiefen. Auch ich habe mich nicht richtig freischwimmen können. Gefühlt war das alles ein bisschen verkrampft", sagt der Nationalmannschafts-Rückkehrer, der verspricht: "Die Vorrunde war unser Aufgalopp. In Wien geht das Turnier jetzt richtig los."

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