Kaum Jobs, Essen & Medikamente: Tote nach Protesten in Venezuela

3. April 2014 - 20:42 Uhr

Am härtesten trifft es die Kinder

Die Menschen in Venezuela sind verzweifelt. Medikamente und Jobs sind knapp und Grundnahrungsmittel wie Brot und Milch kaum noch erhältlich. Das sozialistische System ist am Ende. Zu Zehntausenden zieht es die Menschen seit Wochen auf die Straßen. Das Volk wehrt sich gegen die Zustände, will endlich eine bessere Versorgung im Land. Die Regierung aber wittert einen Umsturz-Versuch und reagiert mit Festnahmen und Haftstrafen. Obwohl die Demonstrationen gefährlich sind und bereits über 20 Todesopfer forderten, kämpfen die Menschen weiter.

In Venezuela protestiert das Volk gegen die katastrophale Versorgungslage.
Zehntausende Venezolaner protestieren gegen die katastrophale Versorgungslage.

Die Welt-Öffentlichkeit bekommt von den Spannungen und der Verzweiflung im Land allerdings nur wenig mit. Das Volk dort ist auf sich gestellt, aber die Menschen sind sich einig: Die desolaten Zustände wollen sie sich nicht länger gefallen lassen. Sie fordern Hilfe und wollen nicht länger hungern. Dabei ist Nahrungsmittelknappheit nicht das einzige Problem. Die Gesundheitsversorgung ist am Boden, die Straßenkriminalität außer Kontrolle. Vor allem die jungen Venezolaner begehren jetzt gegen ihre Perspektivlosigkeit auf und wollen sich nicht damit abfinden, dass sie keine Arbeit finden und stundenlang in Schlangen vor dem Supermarkt stehen, um dann doch wieder mit leeren Händen nach Hause zu gehen.

Immer häufiger sehen sie in den Straßen jetzt Polzisten, Paramilitärs und Soldaten. Sie wurden vom Regime geschickt, welches die Sorgen und Nöte der Bevölkerung nicht zu interessieren scheinen. Das Volk aber lässt sich nicht von den Demonstrationen abhalten.