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Katzen spiegeln die Persönlichkeit ihrer Besitzer wider

Frau und ihre Katze blicken sich an.
Katzen sind nur so nett wie ihre Besitzer - sagt eine Studie aus Großbritannien. © iStockphoto, Josip Vinkovic

Katzen sind nur so nett wie ihre Besitzer

Sie konnten Katzen nie leiden, empfanden sie bisher immer als eigensinnig, egozentrisch und unberechenbar? Offenbar sind nicht die Katzen, sondern vielmehr ihre Besitzer das Problem. Das sagen zumindest Forscher aus Großbritannien. Denn die haben kürzlich herausgefunden, dass Katzen die Persönlichkeitsmerkmale ihrer Besitzer imitieren - sowohl die guten als auch die schlechten.

Persönlichkeitsmerkmale wurden untersucht

Bei der im Fachmagazin "Plos One" veröffentlichten Studie haben Wissenschafter der Nottingham Trent University und der University of Lincoln 3.000 Katzenhalter zu ihrem Charakter befragt. Hierbei wurden die Teilnehmer zu den sogenannten "Big Five" (Offenheit, Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, Neurotizismus) ihrer eigenen Persönlichkeit sowie zu dem Verhalten ihres Vierbeiners befragt. Das Ergebnis: Merkmale, die die Besitzer der Katzen aufwiesen, konnte man auch bei deren Tieren feststellen.

Katzen können ihren Namen verstehen
Katzen können ihren Namen verstehen Miauuuuu! 01:29

Verhaltensauffällige Katze? Das liegt am Besitzer

Katze spielt auf ihrem Kratzbaum.
Ist eine Katze eher ängstlich, könnte das auf neurotische Persönlichkeitszüge beim Besitzer hinweisen. © iStockphoto

Konkret wurde festgestellt: Hatte der befragte Katzenhalter eher neurotische Persönlichkeitszüge, war also schnell nervös, reizbar, traurig oder ängstlich, galt das auch für die jeweiligen Katzen. Besitzer, die extrovertierter waren, ließen ihre Katzen hingegen auch mehr nach draußen. 

Andersherum war auffällig, dass Besitzer, die über Verhaltsauffälligkeiten bei ihren Katzen klagten, selbst eher emotional instabil waren. Für das Tier fatal: Diese Katzen waren häufiger krank, übergewichtig und neigten zu aggressivem oder ängstlichem Verhalten.

Geselligen Katzen geht es besser

Katze schmust mit Besitzer.
Eine Katze ist zutraulich und gesellig? Dann sind ihre Halter das meist auch. © iStockphoto

Positive Auswirkungen auf Katzen hatte es hingegen, wenn Katzenhalter sozial besonders verträglich, gewissenhaft, extrovertiert und offen für Neues waren. Auch die zugehörigen Tiere waren dann weniger aggressiv, kontaktfreudiger und weniger distanziert. 

Weil Besitzer, die offen für Neues waren, auch ihren Vierbeinern uneingeschränkten Zugang zum Freien ermöglichten, ging es den Tieren oft besser als Tieren mit ängstlichen Besitzern.

Ähnliche Ergebnisse bei Eltern-Kind-Beziehung

Die Ergebnisse der Studie deckten sich mit Erkenntnissen über Eltern-Kind-Beziehungen. Für Studienautorin und Tierschutzforscherin Lauren Finka nicht verwunderlich: "Viele Besitzer empfinden ihre Haustiere als Familienmitglieder und knüpfen enge soziale Bindungen mit ihnen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie von unseren Persönlichkeiten beeinflusst werden."

Wie sich unsere Katze verhält, können wir laut Studie also selbst beeinflussen - zumindest, wenn wir unser eigenes Verhalten hin und wieder überdenken.

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