Sie wäre fast erstickt

Katze in Schuhkarton gesperrt und vor Tierheim ausgesetzt

In diesem Schuhkarton wurde eine Katze vor einem Tierheim ausgesetzt.
In diesem Schuhkarton wurde eine Katze vor einem Tierheim ausgesetzt.
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06. März 2020 - 10:13 Uhr

Luftlöcher waren für die Katze viel zu klein

Wie kann man einem Tier so etwas antun? Am Sonntag entdeckten Besucher des Tierheims in Remscheid einen Schuhkarton vor der Tür. Die grüne Box war mit Klebeband verschlossen und hatte nur winzige Luftlöcher. Darin fanden sie ein kleines Kätzchen. Unbekannte hatten es vor der Tür des Heims ausgesetzt.

Besucher des Remscheider Tierheims fanden die Box

"Wenn das Tier niemand gefunden hätte, wäre es krepiert", sagte Andrea Reitzig der "Rheinischen Post". Die Luftlöcher, die offenbar in den Karton gestochen worden waren, damit das Tier genug Luft bekommt, seien viel zu klein gewesen. Zwei Besucher des Tierheims in Remscheid hätten das Kätzchen in der Box gerade noch rechtzeitig gefunden, heißt es. "Die Katze lagt da bäuchlings drinnen, sie konnte sich nicht bewegen", wird die Tierheimleitung von der Zeitung zitiert. Bei der Katze handelt es sich um ein dreifarbiges Tier, das auf ein bis zwei Jahre geschätzt wird. 

Tierheimleiterin: "Leider kein Sonderfall"

Reitzig erklärt der Rheinischen Post: "Das ist kein Sonderfall. Für die Tiere ist das ganz schlimm." In den letzten Jahren sei es auch schlimmer geworden. Woran das liege, wisse sie nicht. Sie vermute aber, dass gerade sozial schwache Menschen ihre Tiere nicht regulär im Tierheim abgeben. Da werde nämlich eine Gebühr fällig. Für die Tierheimleitung sei das aber keine Ausrede: "Wir können doch über alles reden. Uns geht es nicht ums Geld, es geht uns einzig und allein um das Wohl der Tiere."

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