Bisher nur in einem einzigen Fall möglich

FDP will Vaterschaftstests vor der Geburt erlauben

Die FDP-Fraktion will Vaterschaftstests künftig auch vor der Geburt erlauben.
© imago images/Christian Ohde, imago stock&people via www.imago-images.de, www.imago-images.de

28. Januar 2020 - 15:14 Uhr

Schwanger sein und nicht wissen, wer der Vater ist: eine Horrorvorstellung für jede werdende Mutter. Die FDP-Bundestagsfraktion hat deshalb einen Gesetzesentwurf eingereicht, der Vaterschaftstest vor der Geburt erlauben soll. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Bisher ist die Vaterschaftsklärung vor der Geburt des Kindes nur in einem Fall möglich: wenn die werdende Mutter vergewaltig wurde. Wenn es nach der FDP geht, soll der Test nach Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche erlaubt sein.

Ist der Vaterschaftstest während der Schwangerschaft gefährlich?

Früher war eine solche Untersuchung sehr risikoreich und verboten. Seit 2012 gibt es aber einen Bluttest, mit dem man den Vater identifizieren kann. "Ein Verbot vorgeburtlicher Vaterschaftstests ist aus der Zeit gefallen", sagte die FDP-Politikerin Katrin Helling-Plahr der SZ.

In Österreich und den Niederlanden ist der Vorschlag der FDP bereits Realität

Während die vorgeburtlichen Tests in Deutschland bisher verboten sind, sind sie zum Beispiel in Österreich, Belgien oder den Niederlanden erlaubt. Anbieter werben mit diesen Tests und adressieren damit auch deutsche Bürgerinnen und Bürger. Ein deutscher Staatsbürger unterliegt allerdings der deutschen Gesetzgebung und kann sich deshalb strafbar machen, wenn er die Angebote aus dem Ausland wahrnimmt.