Katastrophe von Beirut

Deutsche Diplomatin bei Explosion getötet

A destroyed silo is seen amid the rubble and debris aftermath of a massive explosion in Lebanon s capital Beirut, on Wed
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06. August 2020 - 12:48 Uhr

Deutsche Botschaftsmitarbeiterin galt als vermisst

Bei der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist auch eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft getötet worden. Das teilte Außenminister Heiko Maas mit. "Unsere schlimmste Befürchtung hat sich bestätigt. Eine Angehörige unserer Botschaft in Beirut ist durch die Folgen der Explosion in ihrer Wohnung ums Leben gekommen", erklärte er. "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts sind in tiefer Trauer um die Kollegin."

„Unsere schlimmste Befürchtung hat sich bestätigt“

Er habe den Angehörigen und der Belegschaft der Botschaft Beirut sein Beileid ausgesprochen, auch im Namen der Kolleginnen und Kollegen und der Bundesregierung. "Allen, die wie unsere verstorbene Kollegin jeden Tag auf der ganzen Welt im Dienst für unser Land große persönliche Risiken eingehen, gilt mein Dank."

Verletzte Botschaftsangehörige - Frau soll ausgeflogen werden

Bei der gewaltigen Detonation im Hafen von Beirut kamen mehr als 130 Menschen ums Leben, rund 5.000 wurden verletzt. Rettungshelfer erwarten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird. Die Explosion zerstörte große Teile des Hafens und der umliegenden Gebiete. Es wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. 300.000 Menschen sollen obdachlos geworden sein.

Der parlamentarische Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Niels Annen, unterrichtete die Fachleute im Bundestag in einem Schreiben über die Folgen der Explosion. Demnach befinden sich mehrere Angehörige der deutschen Botschaft unter den Verletzten. Eine Diplomatin sei schwer verletzt worden und liege im Krankenhaus. Sie solle mit einem Spezialflugzeug der Bundeswehr "in Kürze" ausgeflogen werden