Nach Proll-Spruch der Geissens

Kassiererinnen wehren sich: So hart ist unser Job tatsächlich

07. Februar 2020 - 11:48 Uhr

Protzmillionäre spotteten über Kassiererinnen

Eigentlich ging es um Hasskommentare im Netz, doch plötzlich polterten Carmen und Robert Geiss selbst los. "Lieber saudoof und reich, als intelligent sein und im Supermarkt an der Kasse sitzen", spotteten die Millionäre im RTL-Interview. Ein Schlag ins Gesicht aller Kassiererinnen und Kassierer, die tagtäglich in Supermärkten und Discountern schuften. In unserem Video berichten Kassiererinnen, wie ihr Arbeitsalltag tatsächlich aussieht.

Von wegen "an der Kasse sitzen"

Anders, als die Geissens vermuten, sitzen Kassiererinnen längst nicht mehr nur "an der Kasse". Sie müssen die Ware überprüfen und Regale einräumen, oft auch im Geschäft putzen. Dass sie wegen der langen Mittagspause quasi zweimal am Tag arbeiten müsse, sei Gift für ihr Familienleben, erzählte uns Kassiererin Manuela Appelt.

Désirée Simon, die seit 23 Jahren an der Kasse sitzt, hat für den Proll-Spruch der Geissens kein Verständnis. "Ich bin lieber eine kluge Kassiererin als ein saudoofer Kapitalist", gibt sie den Protzmillionären Kontra. Und erzählt, dass ihr Job viele Facetten habe: "Man ist Psychologin, man ist Kochgehilfe, man ist alles."

Die Geissens geben sich ungern bescheiden

Seit 2011 prollen und protzen sich Robert und Carmen Geiss durch die Dokusoap "Die Geissens – eine schrecklich glamouröse Familie" bei RTLZWEI. Während sie mit ihren Töchtern Davina und Shania durch die Welt jetten, prägen nicht zuletzt Roberts Drang nach opulentem Essen und Carmens Friseurbesuche den Alltag der Millionäre.

Nachvollziehbar, wenn's dann mit der Bodenhaftung nicht weit her ist.